Unter erschwerten Bedingungen beraten

Stichwörter:

  • KlientInnen werden zur Zusammenarbeit mit dem/der Sozialarbeiter/-in verpflichtet.
  • Neben dem Pflichtteil gibt es Freiraum in der Zusammenarbeit. Diesen auszuloten und zu gestalten kann zur Motivation von PflichtklientInnen beitragen.

5.1      Erklärungswissen – Warum handeln die Personen in der Situation so?

  • Klaus Mayer (2009) Prinzipien der Beziehungsgestaltung in Zwangskontexten
  • Systemisch orientierte Gesprächsführung in Zwangskontexten nach Widulle (2011)

 

5.2      Interventionswissen – Wie kann ich als professionelle Fachperson handeln?

  • Gesprächsführung nach Widulle (2011)

 

5.5      Fähigkeiten – Was muss ich als professionelle Fachperson können?

  • Die Fähigkeit in schwierigen Gesprächsituationen nach Aussen ruhig und gelassen zu bleiben.
  • Die Fähigkeit des emphatischen Zuhörens und aktiven Nachfragens.
  • Die Fähigkeit offen, unvoreingenommen auf Klienten mit schwieriger Vergangenheit einzugehen.
  • Die Fähigkeit Datenschutzbestimmungen, bei Information an Dritte einzuhalten.

 

5.7      Wertewissen – Woraufhin richte ich mein Handeln aus? Welches sind die zentralen Werte in dieser Situation, die ich als handelnde Fachperson berücksichtigen will?

  • Datenschutz: Soziale Arbeit (SA) und der Umgang mit besonders schützenswerten Personendaten von avenir social
  • Auskunft an Drittpersonen: Daten nur in Einverständnis der Klienten weitergeben. Soziale Arbeit und der Umgang mit besonders schützenswerten Daten – avenir social
  • Berufskodex, Berufsethik: Der Klient hat ein Anrecht auf Integrität und Integration in ein soziales Umfeld und erfährt durch Professionelle der Sozialen Arbeit (SA) eine respektierende Anerkennung (Handlungsprinzipien der SA).
  • Grundsatz der Partizipation, der Klient wird im engen Rahmen der SA im Zwangskontext soweit wie möglich miteinbezogen (Grundwerte der SA). Die Arbeit der SA gründet auf Vertrauen und Wertschätzung, um diese Prinzipien zu wahren, wird ein transparenter Austausch gewahrt (Handlungsprinzipien der SA). Die Professionellen der SA gehen sorgfältig mit Personendaten um. Datenschutz und Schweigepflicht sind für sie von hoher Priorität (Handlungsmaximen bezogen auf die Arbeit mit KlientInnen). In Klammern, die jeweiligen Überbegriffe im Berufskodex von avenir social. Berufskodex – avenir social.
  • Die Integrität des Klienten wird durch eine transparente Kommunikation gewahrt.
  • Der Handlungsspielraum wird in Kooperation mit dem Klienten erweitert und dadurch die Selbstständigkeit gefördert.
  • Dem Klienten wird mit einer unvoreingenommenen, wertschätzenden Haltung gegenüber getreten, wodurch der Beziehungsaufbau gefördert wird.
  • Das Wissen, um den speziellen Rahmen des Zwangskontextes und die Schwierigkeit eines kooperativen Arbeitsbündnisses ist vorhanden und fliesst in die Beziehungsarbeit mit dem Klienten ein.
  • Der Klient erhält unter Berücksichtigung des Zwangskontextes soviel Mitgestaltungsmöglichkeiten wie möglich und kann seine Wünsche und Bedürfnisse in den Arbeitsprozess einbringen.
  • Mayer, Klaus (2009). Beziehungsgestaltung im Zwangskontext. In: Mayer, Klaus/Schildknecht, Hildreich (Hg.) Dissozialität. Delinquenz. Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich/Basel/Genf: Schulthess. S. 209-230.
  • Widulle, Wolfgang (2011). Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit. Grundlagen und Gestaltungshilfen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

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