Motivierende Gesprächsführung / Persönliche Hygiene im Wohnheim

Stichwörter:

  • Die Klientin sieht das Ziel des Veränderungsprozesses nicht (mehr) oder stuft es als unrealistisch, nicht in ihren Möglichkeiten liegend ein.
  • Der Sozialarbeiter nimmt entsprechende Gesprächstechniken zu Hilfe, um die Klientin zu einer klaren Entscheidung zu führen und die Motivation, diese Entscheidung umzusetzen zu vergrössern

Die Situation findet in einem Wohnheim für suchtmittelabhängige Männer und Frauen statt. Die Institution hat den Auftrag, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern Beschäftigung, individuelle Betreuung und Unterstützung anzubieten, um zu einer sinnvollen Alltagsgestaltung bei zu tragen. Einige der Klientinnen und Klienten benötigen jedoch zum Teil noch zusätzliche Hilfe in der Einhaltung der eigenen Körperhygiene.

Erste Sequenz: Kontaktaufnahme

Bei der morgendlichen Medikamentenabgabe um 08:05 Uhr erscheint ein Klient stark alkoholisiert. Der PSA fällt ein ausgeprägter Geruch nach Urin auf. Sie stellt fest, dass die Hosen und Jacke des Klienten durchnässt sind.

Reflection in Action

Emotion Klient/in: Er fühlt sich sehr unwohl in seiner Haut und ist durcheinander, weil er einerseits gerne seine Medikamente nehmen möchte, sich aber auch für seinen Zustand schämt. 

Emotion Professionelle/r: Ihr ist die Situation sehr unangenehm. Sie ist einerseits ein wenig angeekelt, andererseits besorgt über den Zustand des Klienten. Sie empfindet die Situation leicht beschämend und ist sich unsicher darüber, wie sie weiter vorgehen soll.

Kognition Professionelle/r: Warum ausgerechnet heute Morgen? Die PSA überlegt sich, wie sie ihn auf die eingenässten Kleider aufmerksam machen könnte. Sie fühlt mit dem Klienten mit und möchte nicht, dass er mit nassen Kleidern ins Bett liegt. Sie weiss nicht, ob dem Klient bewusst ist, dass er sich eingenässt hat und überlegt, wie sie ihn darauf ansprechen könnte und was als nächster Schritt getan werden muss. Sie weiss, dass der Klient in vergangenen Situationen selbstständig handeln konnte. Ausserdem überlegt sich die PSA, was zum gegenwärtigen Zustand des Klienten beigetragen hat und führt sich seine Geschichte vor Augen.

 

Zweite Sequenz: Verweigerung

Die PSA fordert den Klienten auf, nach oben zu gehen, um sich zu duschen. Der Klient sagt, er wolle nicht jetzt duschen, sondern wieder ins Bett liegen und schlafen.

Reflection in Action

Emotion Klient/in: Der Klient fühlt sich bevormundet und ist genervt. Er versteht die Aufforderungen der PSA nicht und fühlt sich auch nicht schmutzig. Er will jetzt einfach nur schlafen und in Ruhe gelassen werden.

Emotion Professionelle/r:  Die PSA ist angespannt, weil sie nicht genau weiss, was sie unternehmen soll, damit der Klient zu sich selber Sorge trägt. Dies macht sie ein wenig hilflos. Sie macht sich Sorgen um die Hygiene des Klienten.

Kognition Professionelle/r: Sie kann nur schwer verstehen, warum der Klient sich verweigert und sich lieber ins Bett legen will. Wie ist es möglich, dem Klienten mitzuteilen, dass er schmutzig ist? Wie kann sie ihm helfen sich selbst wahrzunehmen, damit er auf seine Hygiene achtet? Wie kann der Klient motiviert werden, trotzdem duschen zu gehen? Vielleicht hilft es ihm, wenn sie mit nach oben geht, um ihn zu unterstützen. Ausserdem wäre es vielleicht hilfreich, in einem Gespräch dem Klienten seine Selbständigkeit und seine Selbsthygiene vor Augen zu führen und ihn so zu motivieren. Denn sie weiss, dass er fähig ist, selbstständig zu duschen.

 

Dritte Sequenz: Motivieren

Die PSA erklärt ihm, sie könne ihn nicht mit seinen durchnässten Kleidern zurück in das durchnässte Bett schicken. Sie versucht ihn zu motivieren, indem sie ihm anbietet, mit nach oben zu kommen und ihm zu helfen. Der Klient ist einverstanden und geht Richtung Zimmer. Die PSA macht dem Klienten das Angebot, dass er sich selbständig reinigen gehen könne, während sie die Bettwäsche wechselt und seine Kleider in den Waschraum bringt (der Klient ist physisch beeinträchtigt und kann dies nicht alleine erledigen. Jedoch kann er alleine duschen). Der Klient meint, er wolle aber lieber noch kurz weiter schlafen. Die PSA erklärt ihm, dass sie ihn nicht wieder zurück in das durchnässte Bett steigen lässt. Sie meint ausserdem, dass sie es super findet, dass der Klient in anderen Situationen auch schon selbstständig duschen und die Kleider wechseln konnte. Sie fragt ihn, ob er denkt, dass er auch heute im Stande ist dies so toll zu meistern wie die anderen Male.

Reflection in Action

Emotion Klient/in: Der Klient ist lustlos, gleichgültig und müde. Er mag nicht diskutieren und schon gar nicht unter die Dusche stehen.

Emotion Professionelle/r: Überraschung über Einsicht des Klienten über möglichen Zusammenhang, erfreut.

Kognition Professionelle/r:  Die PSA fragt sich, ob der Klient einfach nur keine Lust hat zu duschen oder ob er sich seiner Lage gar nicht wirklich bewusst ist. Ausserdem weiss sie, dass es in der Vergangenheit schon möglich war, solche Situationen zu meistern. Sie fragt sich, wie dort vorgegangen wurde. Die PSA hat den Eindruck, dass sie den Klienten noch weiter ermuntern muss, damit er auf ihr Angebot einsteigt.

 

Vierte Sequenz: Motivieren

Der Klient zögert immer noch. Er mag nicht duschen gehen. Die PSA versucht, ihn nochmals zu motivieren und macht ihm klar, dass sie ihn auf keinen Fall in diesem Bett schlafen lässt und wiederholt ihr Angebot. Sie motiviert ihn dazu, nicht mit nassen Kleidern ins Bett zu liegen und versucht dem Klienten bewusst zu machen, wie toll es ist, wenn er nach dem Duschen in ein frisch bezogenes Bett liegen darf und wie schön es ist, wenn er in dem frischen Bett aufwacht, anstatt nass im schmutzigen Bett. Sie sagt ihm, dass sie weiss, dass er das sonst auch immer alleine kann und er sich damit selbst einen Gefallen tut. Der Klient ist schliesslich mit dem Vorschlag der PSA einverstanden und geht in das Badezimmer.

Reflection in Action

Emotion Klient/in: Der Klient ist ein wenig ärgerlich und hat Mühe, die Problematik zu verstehen. Schliesslich resigniert er aber, da ihn die PSA dann in Ruhe lassen wird und er dann schlafen gehen kann. Er ist schlussendlich auch ein wenig froh, Hilfe zu erhalten.

Emotion Professionelle/r: Die PSA spürt langsam Entmutigung und ist ein bisschen genervt. Sie versucht, sich in den Klienten einzufühlen und ihn zu verstehen. Sie empfindet es als schwierig, ihre Emotionen für sich zu behalten und geduldig zu bleiben. Die PSA ist daher froh, dass der Klient doch noch auf ihr Angebot eingeht.

Kognition Professionelle/r: Die PSA ist sich bewusst, dass sie zwar dem Klienten selber die Entscheidung überlassen hat, sich selbständig Duschen zu gehen, dass jedoch einiges an Ermutigung und Überzeugungskraft seitens der PSA notwendig war. Die PSA überlegt sich, wie sie sich bei einem nächsten Mal anders verhalten könnte, damit sie weniger Druck auf den Klienten ausüben muss. Dazu stellt sich ihr die Frage, wie sie mit Empathie und einfühlen- dem Verstehen dem Klienten zeigen kann, dass sie nur das Beste für ihn will. Zum Beispiel könnte sie ihre Körperhaltung ändern oder aktives Zuhören anwenden.

5.1      Erklärungswissen – Warum handeln die Personen in der Situation so?

Die erlernte Hilflosigkeit nach Seligman

Der Begriff „erlernte Hilflosigkeit“ wurde 1967 von den amerikanischen Psychologen Martin E. P. Seligman und Steven F. Maier geprägt. Seligman definiert das Phänomen als „(…) Minderung der Fähigkeit, eine Vermeidungsreaktion zu erlernen, die auftritt, nachdem ein Individuum aversiven Reizen ausgesetzt wurde.“ (Mazur 2006, zit. nach Glatz 2011:3) Dadurch können Menschen und Tiere, durch die Erfahrung von Hilf- oder Machtlosigkeit, unangenehme Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie dies – aus einer objektiven Perspektive heraus könnten (vgl. Glatz, 2011:3). Seligman und Maier (1972, zit. nach http://www.allpsych.uni-giessen.de/vf/SS-2007-vorlesung-emotion/200-V08-Emotion7-attrib- knutdrewing.pdf) unterscheiden drei Komponenten erlernter Hilflosigkeit. Die motivationale Komponente (1) bezieht sich auf den Verlust der Motivation, die Kontrolle über Ereignisse aus der Umgebung gewinnen zu wollen. Die verminderte Fähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen, verweist auf die kognitive Komponente (2). Die emotionale Komponente (3) umfasst affektive Reaktionen, welche Phasen von Depressionen gleichen (vgl. ebd.). Traumatische Bedingungen, wie beispielsweise wiederholtes Versagen, Obdachlosigkeit, Gefängnis oder Mobbing, bei denen sich die Individuen hilflos fühlen, können erlernte Hilflosigkeit herbeiführen. Menschen können dadurch passiv und handlungsunfähig werden (vgl. Glatz 2011:3).

Das resignierte, apathische Verhalten des Klienten lässt sich durch die erlernte Hilflosigkeit erklären. Der Klient war vor mehreren Jahren ein erfolgreicher Innenarchitekt. Durch einen Autounfall erlitt er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, worauf sowohl im kognitiven Bereich als auch körperlich irreparable Schäden zurückblieben. Der Klient begann unkontrolliert und exzessiv Alkohol zu konsumieren, wurde obdachlos, erhielt einen gesetzlichen Beistand und landete schliesslich im Wohnheim. Er erfuhr dabei einen starken Kontrollverlust und wurde handlungsunfähig. In dieser Situation, als sich der Klient die Hosen einnässte, ist für den objektiven Betrachter klar, dass er sich sofort waschen und umziehen muss. Der Klient jedoch fühlt sich hilflos und ist nicht fähig, die Initiative zu ergreifen und zu handeln (motivationale Komponente). So weigert sich dieser, in Sequenz zwei sich zu duschen und möchte lieber wieder ins Bett liegen und schlafen.

Das 4-Ohren Modell nach Schulz von Thun (allg. Psychologie der Kommunikation)

Laut Schulz von Thun (2007:25) existiert beim Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation ein Sender, der ein Anliegen in verschlüsselter Form – auch als Nachricht bezeichnet – einem sogenannten Empfänger mitteilen möchte. Es liegt in den Händen des Empfängers, das Gesendete daraufhin zu entschlüsseln. Jede Nachricht enthält jedoch nicht nur eine Botschaft, sondern eine ganze Menge, was die menschliche Kommunikation so kompliziert und störanfällig macht. Schulz von Thun (vgl. ebd.:26) unterscheidet dabei vier bedeutsame Seiten einer Nachricht: Der Sachinhalt (Worüber informiere ich?), die Selbstoffenbarung (Was von mir selbst gebe ich kund?), die Beziehung (Was halte ich von dir oder wie stehen wir zueinander?) und der Apell (wozu ich dich veranlassen möchte). Die vier Seiten einer Nachricht können jedoch auch aus der Empfängerseite betrachtet werden. Dies tut Schulz von Thun (vgl. ebd.: 44ff.) in Form eines Vier-Ohren-Modells. Auf der Sachebene versucht dieser den Sachinhalt zu verstehen. Hört der Empfänger eine Nachricht auf der Selbstoffenbarungsseite, fragt er sich, „Was ist das für einer? Was ist mit ihm?“. Die Beziehungsseite macht den Empfänger persönlich betroffen, da er hört, wie der Sender zu ihm steht und was er von ihm hält. Auf der Appellseite versucht der Empfänger zu entschlüsseln, was er denn nun nach Erhalt dieser Nachricht zu tun habe. Je nachdem auf welcher Seite der Empfänger stärker „hört“ kann eine Nachricht ganz anders verstanden werden. In der zweiten Sequenz fordert die PSA den Klienten auf, nach oben zu gehen und sich zu duschen. Die Nachricht lautete in etwa folgendermassen: „Geh bitte vor dem Frühstücken nach oben um dich zu duschen und frische Kleider anzuziehen, du kannst ja nicht gut in deinen eingenässten Hosen herumlaufen“. Auf das Vier-Ohren-Modell bezogen, könnte der Klient die Nachricht etwa so verstanden haben:

 

Das Sach-Ohr:                                 
Du hast nasse Kleider.

Das Beziehungs-Ohr:                      
Alleine bist du nicht fähig, für dich und deine Hygiene zu sorgen.

Das Selbstoffenbarungs-Ohr:
Die PSA ist um meine Gesundheit besorgt, wenn ich in nassen Kleidern rumlaufe. Oder: Die PSA muss einen schlechten Tag haben, deshalb ist sie heute so streng mit mir.

Das Apell-Ohr:                                 
Du willst, dass ich mich dusche und die Kleider wechsle.

Da der Klient darauf in der zweiten sowie auch in der dritten Sequenz mit Verweigerung reagiert, hat er die Nachricht vermutlich vorwiegend auf der Beziehungsebene verstanden. Demzufolge fühlte er sich von der PSA bevormundet.

 

5.2      Interventionswissen – Wie kann ich als professionelle Fachperson handeln?

Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing MI) nach Miller und Rollnick (1999)
Beim MI nach Miller und Rollnick (1999, zit. nach Körkel/Drinkmann 2002: 26ff.) wird davon ausgegangen, dass jede abhängige Person ein Veränderungspotential in sich trägt. Dies gilt es frei zu setzen. Aus der Perspektive der Klientel gibt es immer Gründe, die für eine Veränderung sprechen und solche, die dagegen argumentieren. Dies kann als eine Art Waage angesehen werden, auf welcher die Nutzen und Kosten der Veränderung abgewogen werden können. In der MI werden vier Phasen beschrieben, die verschiedene Techniken der Gesprächsführung integrieren. In Phase eins geht es um den Aufbau von Veränderungsmotivation. Phase zwei konzentriert sich auf das Festlegen von Veränderungszielen. In Phase drei wird der allgemeine Veränderungsweg festgelegt. Schliesslich kommt es in Phase vier zur Einleitung konkreter Veränderungsschritte. Empathie, aktives Zuhören und einfühlendes Verstehen werden als Basiskompetenz der MI definiert (vgl. ebd.).  In der vierten Sequenz versucht die PSA dem Klienten das Duschen „schmackhaft“ zu machen, indem sie ihm ein Angebot macht. Der Klient „muss“ sich zwar duschen gehen, darf jedoch danach in ein frisch bezogenes Bett liegen und erhält saubere Kleider. Wenn er einfach ins Bett liegen würde, würde er später in nassen Kleidern wieder erwachen. Die PSA versucht also, dem Klienten den Nutzen und die Kosten des Duschens gegenüber dem Nutzen und den Kosten des Nicht-Duschens, aufzuzeigen. Demzufolge ist das saubere Bett einen Grund für den Klienten, welcher für eine Veränderung spricht.

Der Lösungsorientierte Ansatz
Der Lösungsorientierte Ansatz (LOA) wurde 1980 als Modell der Kurzzeittherapie von Steve de Shazer, seiner Frau Insoo Kim Berg und weiteren Personen entwickelt. Die Theorie geht davon aus, dass der Mensch sich seine eigene Wirklichkeit konstruiert und nach den daraus gezogenen Schlussfolgerungen lebt (vgl. http://www.nla-schweiz.ch/modell/index.php). Die Ressourcen und Stärken der Klientel werden beim LOA zur Grundlage des professionellen Handelns. Nach dem amerikanischen Psychiater Milton Erickson ist das Problem die Ressource (vgl. http://www.zlb-schweiz.ch/pdf/downloads/Basisdokumentatione.pdf). Die Fähigkeit, ein Problem auszulösen, befähigt auch, ein Problem zu lösen. In der Situation ist der Klient körperlich beeinträchtigt und zeigt wenig Motivation, etwas zur Lösung des Problems beizutragen. Dies ist in der zweiten und dritten Sequenz zu sehen. Die PSA versucht deswegen in der dritten Sequenz, sich auf die Stärken des Klienten zu konzentrieren. Sie thematisiert nicht das Problem, sondern fordert ihn auf, duschen zu gehen, da sie weiss, dass er dies selbstständig kann. Sie macht ihn in der dritten Sequenz auch darauf aufmerksam, dass er in anderen Situationen fähig war, seine Kleider selbstständig zu wechseln und sich zu duschen und fragt ihn daraufhin, ob er dies jetzt auch kann.

Lösungsorientierte Gesprächsführung nach de Shazer
Steve de Shazer und Insoo Kim Berg liessen sich von der Frage leiten „Was will die Klientin und was hilft ihr?“ (vgl. http://www.zlb-schweiz.ch/pdf/downloads/Basisdokumentatione.pdf). Durch ihre eigenen Beobachtungen zogen sie Schlussfolgerungen, aus welchen die Leitsätze und Annahmen des lösungsorientierten Modells entstanden sind. Für die lösungsorientierte Gesprächsführung definiert de Shazer folgende Strategie: Finde heraus (und/oder hilf dem Klienten zu erkennen):

Was will der Klient? (Dynamik, Ziel) Was kann der Klient tun? (Ressourcen) Was ist der nächste Schritt? (Handeln)
Die lösungsorientierte Gesprächsführung bietet Fragen an, die bei der Erarbeitung von Lösungen hilfreich sein können. Unter anderem gibt es Einstiegsfragen, Wunderfragen, Überlebensfragen etc. Neben diesen spezifischen Fragen für ein bestimmtes Gespräch gibt es Fragen und Sätze, die auch zwischendurch im Alltag ins Gespräch eingeflochten werden können, wie beispielsweise das Verwenden von Schlüsselwörtern, die auf Ressourcen hinweisen. Fähigkeiten wie das aktive Zuhören oder mitfühlende Geduld sind hilfreiche Komponenten in der lösungsorientierten Gesprächsführung (vgl. ebd.).

Im Situationsbeispiel versucht die PSA die Ressourcen des Klienten zu erkennen. Sie nimmt an, dass der Klient zwar nicht fähig ist, sein Bett frisch zu beziehen, jedoch weiss sie, dass er sich grundsätzlich, wenn auch nicht ohne vorher dazu aufgefordert worden zu sein, selbständig duschen kann. Dies wird in der zweiten Sequenz im kognitiven Bereich gedacht. Ausserdem teilt die PSA dies dem Klienten in der dritten Sequenz mit. Sie hat dabei zumindest versucht, dem Klienten klar zu machen, dass er damit sich selber auch helfen kann und sich einen Gefallen tut, wenn er nun selbständig duschen geht. Dies wird so in der vierten Sequenz deutlich.

Empowerment
Der Begriff Empowerment wurde vom Sozialwissenschaftler Julian Rapport (1980) in die wissenschaftlich Diskussion als Gegenmodell zur ‚fürsorglichen Belagerung’ durch expertendefinierte Ansätze, eingeführt  (vgl. http://www.zfg.uzh.ch/static/2006/hell_empower_psychiatrie.pdf). Empowerment bedeutet „(…) Selbstbefähigung und Selbstbemächtigung, Stärkung von Eigenmacht, Autonomie und Selbstverfügung“ (http://www.empowerment.de/grundlagen/#kap1). Empowerment zielt darauf, die Klientel wieder zu einer Selbstbestimmten Lebensführung zu befähigen (vgl. ebd.). Auf die Situation bezogen ist der Klient in seiner Autonomie eingeschränkt. Er ist nicht in der Lage, ein Bett frisch zu beziehen und muss bei der Alltagsbewältigung stark unterstützt werden. Die PSA lässt ihn nicht vollständig selbst bestimmen (der Klient will eigentlich schlafen gehen). Jedoch versucht sie ihn in seiner Selbständigkeit zu unterstützen, indem sie ihm die Möglichkeit gibt, selber duschen zu gehen und somit etwas zu tun, zu dem er fähig ist (der Klient wird sonst zum Teil auch von Mitarbeitern geduscht, wenn er Mühe bekundet, dies alleine zu bewältigen). Dies geschieht in der vierten Sequenz, als sie ihm erklärt, dass sie es super findet, wie der Klient solche Situationen auch schon selbständig bewältigen konnte und bestärkt ihn, dies wieder so anzugehen.

 

5.3      Erfahrungswissen – Woran erinnere ich mich, was kenne ich aus ähnlichen Situationen?

  • Der Klient hatte bereits öfters exzessive Alkoholabstürze.
  • Der Klient benötigt durch seine körperlichen Beeinträchtigungen Hilfe bei der Einhaltung der Körperhygiene.
  • Der Klient erlitt durch einen Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, was zu den körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen führte.
  • Der Klient wünscht sich mehr Autonomie.
  • Der Klient zeigt in alkoholisiertem Zustand keinerlei aggressives Verhalten, er verhält sich stets höflich.
  • Durch enge Begleitung und konsequentes Dranbleiben soll eine positive Erfahrung ermöglicht werden. Diese stärkt den Klienten.
  • Gesprächsführung mit der Vorstellung, den Klienten zu motivieren (Widulle), wird angewendet.
  • Durch Empathie und eine ruhige Gesprächsführung gelingt es, mit dem Klienten zu reden und mit ihm zusammen Lösungen zu erarbeiten.
  • Aus ähnlichen Situationen mit dem Klienten ist bekannt, dass Druck nichts nützt. Mit Gesprächen und Freiraum kann mehr erreicht werden.

 

5.4      Organisations- und Kontextwissen – Welche Rahmenbedingungen beeinflussen mein Handeln?

Sinn und Zweck der gestellten Herausforderung
Das Wohnheim hat den Auftrag, der Klientel „Wohnen und Beschäftigung“ anzubieten. Die Institution hat zur Aufgabe, ihre Bewohnerinnen und Bewohner in der alltäglichen Lebensbewältigung zu begleiten und unterstützen und sie nach ihren Fähigkeiten zu fördern. In der Viersäulenpolitik der Drogenarbeit in der Schweiz (Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression) ist das Wohnheim dem Schadensminderungsauftrag zuzuordnen.

Strukturen und Vorschriften
Die PSA ist sich bei ihrem Handeln den Strukturen und Vorschriften des Wohnheims bewusst. Vorhandenes Wissen bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten Die Teammitglieder werden darin unterstützt, Weiterbildungen zu besuchen, um ihr Wissen zu erweitern und ihre Fachkompetenzen weiterzuentwickeln.

Geschichte des Klienten
Hintergrundinformationen zur Geschichte der Klientel können in spezifischen Situationen hilfreich sein. Die PSA wusste sehr viel über die Geschichte des Klienten (Unfall, Art der Beeinträchtigung, Drogenkarriere).

 

5.5      Fähigkeiten – Was muss ich als professionelle Fachperson können?

  • Ausdauer, den Klienten immer wieder erneut zu motivieren
  • Geduld wahren, auch wenn der Klient sich zunächst weigert
  • Empathie zeigen, dass sie die unangenehme Situation versteht und eine für ihn nachvollziehbare Lösung erreichen möchte
  • Innovation – in der Situation musste eine schnelle Lösung gefunden werden
  • Motivation, um mit dem Klienten zusammen zu arbeiten und ihn zu unterstützen
  • Die Fähigkeit, sich schnell auf neue Situationen einzustellen

 

5.6      Organisationale, infrastrukturelle, zeitliche, materielle Voraussetzungen – Womit kann ich handeln?

  • Die PSA kann sich in einer solchen Situation genügend Zeit nehmen, den Klienten individuell zu betreuen (die personellen und zeitlichen Ressourcen sind dafür vorhanden).
  • Das Wohnheim ist materiell nicht für pflegebedürftige Klienten ausgerichtet. Die Sanitären Anlagen sind nicht behindertengerecht. Einen Klienten beim Duschen zu unterstützen bedeutet hohe körperliche Belastungen für die PSA.
  • Es finden in wöchentlichen Teamsitzungen jeweils Fallbearbeitungen statt, wodurch ein Austausch im Team gewährleistet wird.
  • Die Institution arbeitet mit dem Bezugspersonensystem, wobei regelmässig Standortgespräche mit der Klientel geführt werden.
  • Die Leitung unterstützt Weiterbildungswünsche und Reflexionsgefässe wie die Supervision etc.

 

5.7      Wertewissen – Woraufhin richte ich mein Handeln aus? Welches sind die zentralen Werte in dieser Situation, die ich als handelnde Fachperson berücksichtigen will?

Berufskodex
Dem Berufskodex der Sozialen Arbeit von Avenir Social ist unter 8.1 zu entnehmen, dass die Professionellen der Sozialen Arbeit ihr Handeln auf der Achtung der jedem Menschen innewohnenden Würde sowie den Rechten, welche daraus folgen, gründen. Des Weiteren haben sie laut 5.6 „(…) Menschen zu begleiten, zu betreuen oder zu schützen und ihre Entwicklung zu fördern, zu sichern oder zu stabilisieren.“ (vgl. http://www.avenirsocial.ch/cm_data/Do_Berufskodex_Web_D_gesch.pdf)

Leitbild der Organisation
Das Wohnheim für Menschen mit Suchtproblematiken bietet obdachlosen, suchtmittelabhängigen Frauen und Männern kurz- oder längerfristig ein Dach über dem Kopf an. Die Institution stellt der Klientel Raum und Zeit zur Verfügung, sich in ihren sozialen Funktionen zu stabilisieren und an einer persönlichen Veränderung mit dem Ziel der sozialen Integration zu arbeiten. Das oberste Ziel des Konzeptes ist nicht die Drogenfreiheit an sich, sondern die konkrete Auseinandersetzung im Jetzt und in der Vergangenheit sowie mit der individuellen Persönlichkeit und dem sozialen Umfeld. Das Wohnheim orientiert sich somit an der „Schadensminderung“ und versucht, durch individuelle Betreuung und Begleitung, die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern.

Menschenbild
Es gilt nach Rogers (2009: 194) ein humanistisches Menschenbild zu pflegen. Nach diesem Menschenbild muss jedem Menschen sein persönlicher Freiraum zugestanden und respektiert werden. Laut Rogers soll in jeder Situation das Gute im Menschen gesucht und gefördert wer

Integrität und Autonomie des Klienten/der Klientin
Die Bedürfnisse und der eigene Wille der Klientel werden wahrgenommen, ernstgenommen und wertgeschätzt. Die Autonomie der Klientel wird den situativen Verhältnissen entsprechend gestärkt.

Entscheidungsfindung
Es wird dafür gesorgt, trotz physischen und psychischen Beeinträchtigung, die Klienten zu ermächtigen, Entscheidungen selbst zu treffen.

Steigerung der Selbstwirksamkeit
Die Förderung der Selbstwirksamkeit stellt einen wichtigen Bestandteil der Arbeit mit der Klientel dar. Das Positive meistern in Alltagssituationen gibt den Klienten und Klientinnen Sicherheit und Vertrauen, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Lebensqualität
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO (1993, zit. nach Bullinger 2000:15) ist Lebensqualität „die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen.“

Menschenwürde
Professionelle der Sozialen Arbeit sind verpflichtet, die Würde des Klienten zu achten und zu schützen.

Rollendistanz
Eine angemessene Reaktion auf die Emotionen der Klienten ist gewährleistet. Die Professionellen sind fähig, die eigenen Emotionen zu kontrollieren und diese regelmässig zu reflektieren.

In der Situation ist der Klient durch seine psychische Beeinträchtigung und den Alkoholkonsum nicht fähig, ohne Unterstützung selbständig diese Situation zu bewältigen (Erlernte Hilfslosigkeit).

Integrität und Autonomie des Klienten/der Klientin und Entscheidungsfindung
Die PSA hat in der Situation das Bedürfnis und den eigenen Willen des Klienten wahrgenommen und wertgeschätzt. Sie hat aus den Aussagen und dem Verhalten des Klienten entnommen, dass er müde ist und schlafen gehen möchte. Aus hygienischen Gründen und aus der Verpflichtung, den Klienten vor der Verwahrlosung zu schützen, konnte sie ihn jedoch nicht mit den eingenässten Hosen ins Bett gehen lassen. Die PSA liess ihm aber die Möglichkeit, selbständig duschen gehen zu können. Damit ermächtigte sie ihn, eine Entscheidung zu treffen und gab ihm somit einen Teil der Autonomie zurück. Jedoch kann die Handlung der PSA auch als Eingriff in die Autonomie des Klienten verstanden werden, da sie ihm nicht die Option lässt, mit eingenässter Hose ins Bett zu gehen. Ihr ist zu diesem Zeitpunkt keine andere Handlungsalternative eingefallen.

Steigerung der Selbstwirksamkeit
Durch die Chance, sich autonom zu duschen, ermöglicht die PSA dem Klienten die Erfahrung, eine Alltagssituation alleine zu bewältigen. Dies kann für den Klienten als positives Erlebnis wahrgenommen werden, was sich fördernd auf seine Selbstwirksamkeit auswirkt und ihn auf ähnliche Situationen vorbereitet.

Lebensqualität
In der Schlüsselsituation hat der Klient nur seine Müdigkeit wahrgenommen, nicht jedoch die eingenässten Kleider. Der Klient war stark alkoholisiert. Die PSA hat angenommen, dass dem Klienten nüchtern eine solche Situation unangenehm wäre. In unserer Gesellschaft und unserem Wertesystem wird jemand, der mit eingenässten Kleidern herumläuft, als verwahrlost angesehen. Sie hat versucht, dem Klienten die Problematik der Situation bewusst zu machen. Die PSA war besorgt wegen der schlechten Verfassung und des heruntergekommenen Erscheinungsbildes des Klienten und hat daher gehandelt, um die Lebensqualität des Klienten nicht zu vermindern. Anderseits kann die PSA in der Situation nicht einschätzen, was der Klient unter Lebensqualität versteht.

Menschenwürde
Die PSA greif in die Situation ein, da der Klient ihrer Einschätzung nach im alkoholisierten Zustand seine Würde alleine nicht mehr wahren kann. Den Klienten ohne Unterstützung und Hilfe sich selbst zu überlassen, das heisst, ihn mit eingenässten Hosen im Bett liegen zu lassen, bedeutet auch eine Gefährdung der physischen Gesundheit des Klienten. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass der Klient subjektiv seine Würde in dieser Situation als gewahrt sieht.

Rollendistanz
Die PSA versucht in der Situation, ihre Emotionen (Unsicherheit, Scham, Ungeduld etc.) im Kontakt mit dem Klienten zu kontrollieren und angemessen zu reagieren. Sie bleibt in der Situation ruhig und wiederholt ihr Angebot geduldig, um dem Klienten seine Situation bewusst werden zu lassen.

Lösungsorientierter Ansatz
Die PSA hätte stärker nach dem lösungsorientierten Ansatz handeln können. Zum Beispiel wären gewisse Gesprächs- oder Fragetechniken hilfreich gewesen, um ihm die Situation bewusst zu machen. Die PSA hätte zum Beispiel eine Unterschiedsfrage stellen können: „Welchen Unterschied würde es machen, wenn du duschen gehst bevor du dich ins Bett legst?“ Damit wäre die Möglichkeit gegeben gewesen, dass er selbst eine Lösung gefunden hätte und die PSA ihn daher nicht vor die Wahl hätte stellen müssen.

Empowerment
„Das Konzept des Empowerments bricht radikal mit diesem Defizit-Blickwinkel. Auch wenn Klientinnen schwierige Biografien aufweisen, unter akuten Belastungen leiden, Traumatisches erlebt haben, in der Krise sind etc., werden sie als grundsätzlich kompetent wahrgenommen, als Menschen die in der Lage sind, ihren Alltag zu bewältigen.“ (Stotz, 2009/10) Nach der Situation (wenn der Klient nüchtern ist) könnte die PSA auf den Klienten eingehen und fragen, was für ihn Lebensqualität ist, und wie seiner Meinung nach anders hätte gehandelt werden können. Der Klient wird als kompetent wahrgenommen und die PSA gibt ihm das Gefühl in der Lage zu sein, seinen Alltag selbst bestimmen zu können.

Kooperative Gesprächsführung
Eine mögliche Handlungsalternative wäre, dass die PSA sich mehr Zeit nimmt und mit der Klientin bzw. dem Klienten ein längeres kooperatives Gespräch führt. In der kooperativen Gesprächsführung sind drei relevante Aufgaben einzuhalten. Erstens sollte die Gesprächsführende Person ihre Gesprächspartner einfühlend verstehen, zweitens sollte sie auf den Gesprächsprozess aktiv Einfluss nehmen und drittens die Beziehung konstruktiv gestalten (vgl. Widulle 2011: 94). In der Situation hätte die PSA dem Klienten aufmerksamer zuhören können, offene Fragen stellen um herauszufinden, warum der Klient nicht duschen will. Während diesem Gespräch hätte die PSA auf die Wünsche und Bedürfnisse des Klienten eingehen können und ihm Vorschläge unterbreiten, wie die Situation gemeinsam gemeistert werden kann. Durch das kooperative Gespräch, hätte die PSA die Autonomie des Klienten stärken können, da sie ihn als ebenwürdiger Gesprächspartner sieht, ihm aufmerksam zuhört und seine Ansicht versucht zu verstehen.

  • Avenir Social (2012). Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz. URL: http://www.avenirsocial.ch/cm_data/Do_Berufskodex_Web_D_gesch.pdf [Zugriffsdatum: 04.12.2012].
  • Bullinger, M. (2000). Lebensqualität – Aktueller Stand und neuere Entwicklungen der internationalen Lebensqualitätsforschung. In U. Ravens-Sieberer & A. Cieza (Hrsg.), Lebensqualität und Gesundheitsökonomie in der Medizin – Konzepte – Methoden – Anwendungen (S. 13-24). Landsberg: ecomed.
  • Glatz, Christine (2010). Erlernte Hilflosigkeit. Studienarbeit. Norderstedt: Grin Verlag.
  • Hell, Daniel. URL: http://www.zfg.uzh.ch/static/2006/hell_empower_psychiatrie.pdf [Zugriffs- datum: 04.12.2012].
  • Körkel, Joachim/ Drinkmann, Arno (2002). Wie motiviert man „unmotivierte Klienten“? In: Sozialmagazin. 27. Jg. (10). S.26-34.
  • Netzwerk für Lösungsorientiertes Arbeiten. URL: http://www.nla- schweiz.ch/modell/index.php [Zugriffsdatum: 04.12.2012].
  • Rogers, Carl R. (2009). Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Stuttgart: Klett-Cotta.
  • Schulz von Thun, Friedmann (2007). Miteinander reden 1. Störungen und Klärungen. All- gemeine Psychologie der Kommunikation. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH.
  • Socialnet GmbH (2012). URL: http://www.empowerment.de/grundlagen/#kap1 [Zugriffsda- tum: 04.12.2012].
  • Stotz, Walter (2009/10). Das Konzept Empowerment in der Sozialen Arbeit. HSA: FHNW Basel. 
  • Volker, Franz (2007).Weiner: empirische Überprüfung Erlernte Hilflosigkeit (Seligman). URL: http://www.allpsych.uni-giessen.de/vf/SS-2007-vorlesung-emotion/200-V08-Emotion7-attrib- knut-drewing.pdf [Zugriffsdatum: 04.12.2012].
  • Widulle, Wolfgang (2011, 2012).Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit. Grundlagen und Gestaltungshilfen. Wiesbaden: Springer Verlag.
  • ZLB Zentrum für lösungsorientierte Beratung. Basisdokumentation. Grundlagen der Lö- sungsorientierten Gesprächsführung. URL: http://www.zlb- schweiz.ch/pdf/downloads/Basisdokumentatione.pdf¨[Zugriffsdatum: 04.12.2012].

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