Mit Klient/innen verhandeln

Stichwörter:

  • Die Ziele für die Zusammenarbeit zwischen SozialarbeiterInnen und KlientInnen und die Vorstellungen über die Vorgehensweise gehen bei den Beteiligten (KlientInnen, andere am Problem oder der Lösung Beteiligte, PSA aus deren professionellen Sichtweise, das offizielle Mandat, denen PSA verpflichtet sind) auseinander.
  • Mit Hilfe geeigneten Verhandlungstechniken schaffen PSA eine gemeinsame Ausgangslage, auf deren Hintergrund Vereinbarungen möglich sind.
  • PSA unterliegen dem Spannungsfeld des Tripelmandates und sind bestrebt allen Perspektiven gerecht zu werden.
  • Die/der PSA erklärt den KlientInnen die Rahmenbedingungen und zeigt Konsequenzen von Verhaltensweisen auf, so dass die KlientInnen diese berücksichtigen können.
  • Die KlientInnen benötigen beim Erschliessen von Ressourcen die Unterstützung der PSA.

Arbeitsbeziehung

  • Eine auf Vertrauen und Respekt basierende Arbeitsbeziehung wird als kontinuierliche Aufgabe über den gesamten Beratungsprozess hinweg gestaltet und aufgebaut und mit verschiedenen Methoden der Gesprächsführung gestärkt.
  • Eine Balance zwischen dem Bearbeiten von Themen (Inhalten) und dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung ist im Gespräch hergestellt.
  • Mit dem strukturell bedingten asymmetrischen Verhältnis in der Arbeitsbeziehung wird offen und transparent umgegangen.

Beratung

  • Den KlientInnen wird in der Beratung wertschätzend, emphatisch und kongruent begegnet.
  • Widerstände und Bewältigungsstrategien werden erkannt und als Chance verstanden für die weitere Zusammenarbeit.
  • Ein Aushandlungsprozess, auf dessen Grundlage gemeinsame Zielvereinbarungen möglich und die für die KlientInnen umsetzbar sind, findet statt.
  • KlientInnen werden in der Beratung mit ihren Themen und Anliegen ernst genommen – Bedrohungen werden abgebaut und eine sichere Atmosphäre herrscht vor.

PSA

  • Mit dem Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle wird adäquat umgegangen; das Handeln wird unter Berücksichtigung des Berufskodexes und der Menschenrechte, wissenschaftlich und ethisch fundiert begründet.
  • Eigene Emotionen werden im oder nach dem Gespräch erkannt und reflektiert, um handlungsfähig zu bleiben.
  • Grenzen werden erkannt und im Gespräch fachlich adäquat kommuniziert.
  • Die Erwartungen der einzelnen Akteure werden hinsichtlich des Triplemandats abgewogen und eine dahingehend reflektierte Position bezogen.
  • Rechtliche und organisationale Rahmenbedingungen, die das eigene professionelle Handeln im Gespräch beeinflussen, werden berücksichtigt.
  • Dass KlientInnen unterschiedliche Zugänge zur Erfüllung universeller und kultureller Ziele haben wird erkannt. Unterstützende Massnahmen für diesen Prozess werden eingesetzt.
  • Ängste der KlientInnen werden im Gespräch ernst genommen und angesprochen.
  • Der Ermessens- und Handlungsspielraum wurde ausgelotet, das eigene Handeln ist dabei fachlich und ethisch begründet worden.

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