In Großteams interdisziplinär zusammenarbeiten

Stichwörter:

  • Die Zusammenarbeit in Netzwerken ist abhängig vom Interesse und der Motivation der Netzwerkpartner und Träger oder allenfalls auch abhängig von gesetzlichen Vorgaben.
  • Die Unterschiedlichkeit der Netzwerkpartner und die sich daraus entwickelnden Differenzen prägen das Netzwerk.
  • Auf der Handlungsebene mit den konkreten Netzwerkpartnern trägt der Moderator die Verantwortung, die konkrete Netzwerkarbeit zu sichern.
  • Bei der Zieloperationalisierung trägt die Moderatorin die Verantwortung die Netzwerkziele zu generieren, die Aufgaben zu konkretisieren und zu verteilen und deren Umsetzung zu überwachen.

5.1      Erklärungswissen – Warum handeln die Personen in der Situation so?

  • Sozialraumorientierung nach Hinte (2008)
  • Motivationstheorie nach Barbuto und Scholl (1998)
  • Gruppenprozesse nach Tuckman (1964)

 

 

5.2        Interventionswissen – Wie kann ich als professionelle Fachperson handeln?

  • Netzwerkarbeit als Methode der Sozialraumorientierung
  • Ressourcenorientierte Netzwerkmoderation

 

5.5      Fähigkeiten – Was muss ich als professionelle Fachperson können?

  • Fähigkeit Probleme zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten zu schaffen
  • Aufbau von Strukturen erkennen
  • Fähigkeiten Perspektivwechsel vorzunehmen
  • Vertraulichkeit schaffen
  • gute Auffassungsgabe und die Fähigkeit eigenständig zu arbeiten
  • Zeitmanagement
  • Projektmanagement zur Netzwerkarbeit
  • Fähigkeit der Moderation und Vermittlung
  • Empathie empfinden und nonverbale Kommunikation deuten
  • Beherrschung verschiedener Kommunikationsformen
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

 

5.7      Wertewissen – Woraufhin richte ich mein Handeln aus? Welches sind die zentralen Werte in dieser Situation, die ich als handelnde Fachperson berücksichtigen will?

  • Berufskodex
  • Humanistisches Weltbild
  • Allparteilichkeit
  • Prozessverantwortung
  • In der Projektvorbereitung sollte die Win-Win-Situation der beteiligten Netzwerkpartner herausgearbeitet werden.
  • Der Koordinator vertritt die Potentiale, Ressourcen und Bedarfe der Bewohner und Akteure im Netzwerk.
  • Der Koordinator fördert durch Transparenz und Partizipation die soziale Gerechtigkeit, indem er im Netzwerk durch ein Beteiligungsverfahren ein zielgruppenorientiertes und niedrigschwelliges Angebot entwickelt und vorstellt.
  • Der Koordinator arbeitet sozialraumorientiert, dadurch sollen in der Netzwerkarbeit auf Trägerebene Synergieeffekte erzeugt werden.
  • Die Grundhaltung des Moderators während einer Gruppenmoderation sollte die Allparteilichkeit sein.
  • Der Netzwerkmoderator trägt die Prozessverantwortung. Er schafft Strukturen, koordiniert Gruppenprozesse und erkennt Zusammenhänge in der Kommunikation.
  • Der Netzwerkmoderator sollte in der Lage sein, in den Interaktionsprozess einzugreifen und den Prozess der Zielformulierung zu steuern, so dass Aufgaben und Ressourcen festgelegt werden können.
  • Der Moderator sollte die Gruppe in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen. Er sollte die Unterschiedlichkeit der Teilnehmer erkennen und deren vielfältige Bedürfnisse berücksichtigen.
  • Barbuto, J. E., Scholl, R. W. (1998): Motivation sources inventory: Development and validation of new scales to measure an integrative taxonomy of motivation. Psychological Reports, 82, 1011-1022
  • Hinte, W (2008): Sozialraumorientierung: ein Fachkonzept für Soziale Arbeit, S. 13.abrufbar unter http://www.fulda.de/fileadmin/buergerservice/pdf_amt_51/sonstiges/Sozialraumorientierung_Vortrag_W.Hinte_28.5.08.pdf
  • Thomann C; Schulz von Thun, Friedrich (1997): Klärungshilfe: Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Gesprächen. Rowolt, Reinbeck bei Hamburg.
  • Tuckmann, Bruce (1964): Personality structure, group composition and group functioning. Sociometry.

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