Wohnheim für beeinträchtigte Erwachsene

Stichwörter:

  • Die Institution und der Klient können unterschiedliche Norm- und Wertvorstellungen bezüglich des Essens und der Esssituation haben, die zu einem Konflikt führen können.
  • Die Institution gibt verschiedene Abläufe zur Essenssituation vor, die die PSA nicht beeinflussen kann.
  • Die PSA fühlt sich dazu verpflichtet den impliziten Regeln und Normen der Institution zu genügen obwohl sie nicht voll und ganz hinter diesen stehen kann. Dies führt zu Anspannung.
  • Der Klient sowie die PSA kommen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen in die Situation, dies kann die Interaktion beeinflussen.
  • Die PSA sowie der Klient wissen nicht um den Gefühlszustand des Anderen und können deshalb das Verhalten des Anderen nicht einordnen.

Im Wohnheim leben erwachsene Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung. Auf einer Gruppe wohnen sechs KlientInnen, die in ihrer Alltagsbewältigung durch Sozialpädagogen und Fachangestellte Betreuung unterstützt werden. Das Essen wird, ausser am Wochenende, von der internen Heimküche auf die Wohngruppen geliefert. Jede Wohngruppe nimmt die Mahlzeiten gemeinsam ein und wird dabei von zwei Mitarbeitern betreut.

In der Situation, welche beschrieben wird, sind der Klient und eine PSA beteiligt. Ausserdem sind eine Sozialpädagogin und fünf weitere Klienten anwesend. Die Situation ereignet sich im Esszimmer der Wohngruppe. Der Klient ist gegen 70 Jahre alt und geistig stark beeinträchtigt. Er kann verbal nicht kommunizieren, doch auf nonverbale Weise zum Ausdruck bringen, ob ihm etwas gefällt oder missfällt. Der Klient hat Mühe sich auf Esssituationen einzulassen und beginnt kaum von sich aus zu essen.

Erste Sequenz: Kontaktaufnahme und Motivieren zum Essen

Klient erscheint mit guter Laune und setzt sich selbständig an den Tisch. Die PSA stellt den gefüllten Teller vor den Klienten. Der Klient beginnt nicht zu essen, worauf die PSA ihn mündlich zum Essen zu motivieren versucht. Der Klient zeigt jedoch keine Reaktion und richtet seinen Blick nicht auf den Teller.

Reflection in Action

  • Emotion Klient/in: Fühlt sich bedrängt, aufgefordert etwas zu tun (ev. auch nicht angesprochen).
  • Emotion Professionelle/r: Fühlt sich nicht wahrgenommen und unverstanden.
  • Kognition Professionelle/r: Überlegt sich, wie sie den Klienten dazu bringen kann, dass er seine Aufmerksamkeit auf das Essen lenkt und möglichst selbstständig anfängt zu essen.

 

 

Zweite Sequenz: Löffel in die Hand

Die PSA gibt dem Klienten den Löffel in die Hand und fordert ihn mündlich auf zu essen. Klient reagiert wiederum nicht.

Reflection in Action

  • Emotion Klient/in: Fühlt sich bedrängt, aufgefordert zu essen (oder ev. fühlt er sich auch nicht angesprochen).
  • Emotion Professionelle/r: Fühlt sich nicht wahrgenommen und ohnmächtig.
  • Kognition Professionelle/r: Macht sich bewusst, wie ihre Teammitglieder in dieser Situation jeweils reagieren: Dem Klienten wird durch Handführung der erste Löffel eingegeben, um einen „Impuls“ zum Essen zu geben. Das Team ist der Meinung, dass dieser Impuls durch die Handführung notwendig ist, damit der Klient sich überhaupt ph sisch und ps chisch in der Esssituation wiederfindet und zu essen beginnen kann. Da die PSA weiss, dass von ihr verlangt wird, dass sie nun auch mit Handführung versuchen sollte den Impuls zu geben und ansonsten dies sowieso von der anderen Betreuungsperson am Tisch gemacht würde, entscheidet sie sich dem Klienten den ersten Löffel mit Handführung einzugeben.

 

 

Dritte Sequenz: Handführung erster Versuch:

Die PSA nimmt den Löffel selber in die Hand und versucht ihm den ersten Löffel einzugeben. Der Klient schlägt den Löffel aus der Hand der PSA, gibt Laute von sich und beisst sich ins eigene Handgelenk.

Reflection in Action

  • Emotion Klient/in: Fühlt sich bedrängt, eingeengt und genervt.
  • Emotion Professionelle/r: Fühlt sich unauthentisch, beobachtet und unter Druck, da sie hinter der Handlung nicht stehen kann, dies jedoch von ihr „implizit“ verlangt wird. Sie fühlt sich unprofessionell. 
  • Kognition Professionelle/r: Erinnert sich an eine ganz ähnliche Situation, welche einige Tage zuvor stattgefunden hatte. Da versuchte die Sozialpädagogin nachdem der Klient den ersten Löffel abgewehrt hatte, nach einigen Minuten erneut den Klienten zum Essen aufzufordern und ihm schliesslich den Löffel durch Handführung einzugeben. Der Klient liess dies dann beim zweiten Versuch zu und begann dann selbständig mit dem Essen. Dabei schien er sich sehr über das Essen zu freuen und machte schliesslich einen ganz zufriedenen Eindruck.

 

 

Vierte Sequenz: Reaktion vom Klient kommentieren

Die SA kommentiert lediglich die Reaktion des Klienten indem sie sagt: „ Du möchtest nicht essen“. Daraufhin wendet sie sich vom Klienten ab.

Reflection in Action

  • Emotion Klient/in: Fühlt sich verstanden, in Ruhe gelassen.
  • Emotion Professionelle/r: Fühlt sich unauthentisch, weil sie nun einerseits die Worte „Du möchtest nicht essen“ ausspricht, sich aber andererseits bewusst ist, dass sie in ein paar Minuten ein zweites Mal versuchen wird, durch Handführung den Impuls zum Essen zu geben. 
  • Kognition Professionelle/r: Wendet sich bewusst vom Klienten ab, um die Situation zu entschärfen und hofft darauf, dass beim nächsten Versuch das „Impuls-Geben“ sich trotz allem als Intervention mit positivem Effekt herausstellt und der Klient auf keinen Fall ein zweites Mal zum Verstehen geben muss, dass er nicht essen will.

 

 

Weitere Sequenzen

Fünfte Sequenz: Handführung zweiter Versuch:

Einige Minuten später hat Klient noch immer nicht von selbst mit Essen begonnen. Die PSA versucht erneut ihn zuerst mündlich zum Essen zu motivieren, daraufhin gibt sie ihm den Löffel mit Essen ein. Nun lässt Klient dies ohne Abwehrhaltung zu und isst zwei Löffel von selbst. Dabei gibt er in Worten und mit seiner Mimik zu verstehen, dass ihm das Essen schmeckt. Die PSA lobt den Klienten, dass er selbstständig isst.

Reflection in Action

  • Emotion Klient/in: Glücklich und erfreut über das Essen.
  • Emotion Professionelle/r: Ist irritiert über das undurchsichtige Verhalten des Klienten aber beruhigt, dass das „Impuls-Geben“ nun geklappt hat. 
  • Kognition Professionelle/r: Die PSA macht sich Gedanken über die Art und Weise wie mit dem Essverhalten des Klienten umgegangen wird. Sie sucht nach alternativen Möglichkeiten, wie die Sozialpädagogen dem Klienten helfen könnten, sich auf die Esssituation einzulassen ohne die Methode „Handführung“ anwenden zu müssen.

5.1      Erklärungswissen – Warum handeln die Personen in der Situation so?

Konditionierungstheorie nach Skinner
Beim Lernen durch Konditionierung wird je nach Konsequenz eines Verhaltens diese künftig wiederholt oder verworfen (vgl. Siebert 2007:41). Dabei wird ein bestimmtes Verhalten mit seiner Konsequenz gekoppelt (vgl. ebd.:40-41). Die Konsequenzen können ein Verhalten positiv oder negativ verstärken. Verstärkung bedeutet, dass ein Verhalten unter ähnlichen situativen Bedingungen wiederholt wird. Bei der positiven Verstärkung folgt auf ein Verhalten eine positive Konsequenz, so dass dieses Verhalten wiederholt wird. Bei der negativen Verstärkung kann durch ein bestimmtes Verhalten eine unangenehme Konsequenz vermieden werden. Dadurch wird die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens ebenfalls erhöht (vgl. Chapman et al. 2009:74-75).  Die PSA ist sich in dieser Situation bewusst, dass die anderen Mitarbeitenden im Team implizit nach der operanten Konditionierung handeln. In der Situation soll der Klient die Erfahrung machen, dass das Essen eine positive Konsequenz mit sich bringt. Denn als er selbstständig isst, wird er von der PSA in der fünften Sequenz gelobt und erhält dadurch positive Aufmerksamkeit. Die PSA hat ihm durch das Aufzwingen des Essens die Möglichkeit gegeben positive Erfahrungen in Bezug auf die Essenseinnahme zu machen.

 

Humanistische Ps chologie nach A. Maslow
In der humanistischen Psychologie wird jeder Mensch als eigenständige Persönlichkeit gesehen und in seiner Individualität respektiert. Die humanistische Psychologie geht von der Grundannahme aus, dass jeder Mensch nach Autonomie strebt und über eigene Fähigkeiten zur Veränderung und Problemlösung verfügt. Sind diese Fähigkeiten aufgrund von Behinderung, Krankheit oder Alterungsprozess gestört oder eingeschränkt, so gilt es diese brachliegenden Ressourcen zu entdecken und zu fördern. Zudem vertritt die humanistische Psychologie die Meinung, dass jeder Mensch für sich selber weiss, was für ihn gut ist. Jeder Mensch soll ernstgenommen werden in der Art und Weise wie er sich ausdrückt und handelt. Jedes Verhalten macht für den betreffenden einen Sinn, auch wenn dieser für die Mitmenschen verborgen bleibt. Wenn wir einem Menschen mit geistiger Behinderung mit der Haltung begegnen, dass sein Verhalten eine Bedeutung hat, die wir nicht verstehen, ermöglicht dies einen ganz anderen Zugang zu diesem Menschen, als wenn wir ihn einfach als „verrückt“ oder „verwirrt“ abstempeln (vgl. Pörtner 2004:28).

Die PSA kennt die humanistische Psychologie und würde dem Klienten deshalb lieber keinen Löffel eingeben, sondern ihn autonom entscheiden lassen, ob er essen will oder nicht. Die PSA sieht in der dritten Sequenz die Fähigkeit des Klienten ein „Nein zum Ausdruck zu bringen“ als Ressource, die es zu stärken gilt. Deshalb hat die PSA Mühe das erste „Nein“ des Klienten nicht ernst zu nehmen und ein zweites Mal zu versuchen, den Löffel einzugeben. Denn so vertritt sie implizit die Haltung, dass der Klient verwirrt ist und nicht selbst weiss, was er möchte und dies möchte die PSA eigentlich vermeiden.

 

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun ist auch als „Vier Ohren Modell“ bekannt. Gemäss diesem Modell enthält jede Nachricht vier Botschaften (Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis, Appell). Bei der Sachebene eines Gesprächs geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Hören wir eine Botschaft auf dem sogenannten „Sachohr“ so überlegen wir uns bloss ob diese Botschaft wahr oder nicht zutreffend ist und ob sie für uns relevant ist (vgl. http://www. 4augen-modell.com/4augen-modell/kommunikationsquadrat). Die Selbstkundgabe wird von Schulz von Thun auch als Selbstoffenbarung beschrieben, denn in jeder Botschaft gibt der Sender dieser Botschaft auch etwas von seiner Persönlichkeit, Einstellung etc. preis. Jede Äusserung enthält auch wenn wir dies nicht beabsichtigen, Hinweise darauf, was in uns vorgeht (vgl. ebd.). So offenbaren wir mit unseren Botschaften auch immer Dinge unserer Persönlichkeit, welche der Empfänger der Botschaft mit dem sogenannten „Selbstoffenbarungsohr“ wahrnehmen kann. Wenn wir mit unserem Gegenüber sprechen, so senden wir mit bestimmten Formulierungen, dem Tonfall sowie der Gestik und Mimik auch immer Hinweise darauf, wie wir zu unserem Gegenüber stehen. Hört der Empfänger der Nachricht mit dem sogenannten „Beziehungsohr“ hin, so gibt ihm dies Aufschluss darüber, was der Sender der Nachricht von ihm hält und wie er zu ihm steht (vgl. ebd.).  Wenn wir mit jemandem sprechen, so möchten wir oftmals auch etwas beim Gegenüber bewirken und auf den Gesprächspartner Einfluss nehmen. Hört das Gegenüber mit dem sogenannten Appellohr hin, so nimmt er diese impliziten Erwartungen, Wünsche, und Ratschläge, Handlungsanweisungen usw. auf und fragt sich, was er nun denken, fühlen und tun soll (vgl. ebd.). Bei der PSA ist das „Appell-Ohr“ in Situationen mit ihren übergeordneten Mitarbeitenden ziemlich ausgeprägt, deshalb merkt sie oft oder meint zu merken, was ihre Mitarbeiter von ihr erwarten. Die PSA hatte schon einmal die Situation erlebt, dass sie dem Klienten nicht den Löffel eingegeben hatte, worauf die anwesende Mitarbeiterin aufgestanden ist und dem Klienten selbst den Löffel eingab. Die PSA hat bei dieser Situation mit dem „Appell-Ohr“ hingehört und so war für sie klar, dass von ihr erwartet wird, dass sie dem Klienten in der fünften Sequenz den Löffel eingibt. Wäre bei der PSA ein anderes Ohr ausgeprägt, so wäre ihr vielleicht gar nicht erst in den Sinn gekommen, dass von ihr dies erwartet wird.

 

Selbstwirksamkeit nach Bandura
Die Selbstwirksamkeit ist die persönliche Erwartung, selber etwas bewirken zu können. Das setzen von erreichbaren Zielen, das Entwickeln von realisierbaren Strategien um die Ziele zu erreichen und das realistische Bewerten von Rückmeldungen beeinflussen die Entwicklung von Selbstwirksamkeit.  Gelingt es einer Person eine schwierige Situation erfolgreich zu bewältigen und der Erfolg wird den eigenen Fähigkeiten zugeschrieben, wird die Selbstwirksamkeit einer Person gestärkt. Die eigene Einschätzung unserer Selbstwirksamkeit steuert unsere Wahrnehmung, Motivation und die eigene Leistungsbereitschaft (vgl. Zimbardo/Gerrig 2008: 616).  Da die PSA die Theorie der Selbstwirksamkeit kennt und will, dass sich die Klienten selbstwirksam fühlen, möchte die PSA dem Klienten den Löffel in der dritten Sequenz nicht eingeben. Sie möchte vielmehr, dass der Klient selber über sein Essen entscheiden kann und sich mit seiner nonverbalen Sprache selbstwirksam erlebt. Deshalb lässt die PSA dem Klienten in der vierten Sequenz noch einmal Zeit selbstständig mit dem Essen zu beginnen.

 

 

5.2      Interventionswissen – Wie kann ich als professionelle Fachperson handeln?

Lösungsorientiertes Handeln
Das lösungsorientierte Handeln geht auf den lösungsorientierten Ansatz nach Insoo Kim Berg und Steve de Shazar zurück. Beim lösungsorientierten Handeln geht es nicht darum, Erklärungen zu finden, weshalb etwas nicht funktioniert oder ein Problem existiert, sondern es geht vielmehr darum, gezielt nach Situationen zu suchen, wo das Problem nicht aufgetreten ist oder positiv ausging (vgl. Hochuli, Stotz 2009). Die PSA hat die Erfahrung gemacht, dass der Klient Nahrungsersatz-Drinks gerne hat und diese jeweils ohne Widerwille trinkt, wenn die anderen Klienten nicht mehr am Tisch sind. Die PSA hätte (sofern sie alleine als Betreuungsperson am Tisch gewesen wäre) dem Klienten keinen Löffel aufgezwungen, sondern lediglich versucht zum Essen zu motivieren. Sie hätte nach der Esssituation dem Klienten einen solchen Drink gegeben. Die PSA hätte dadurch nicht nach den Ursachen für das Verweigern des Klienten gesucht, sondern lediglich versucht, das Ziel Nährstoffe aufzunehmen, zu erreichen.

Die personenzentrierte Haltung nach Rogers
Die personenzentrierte Haltung besteht aus den Komponenten Empathie (einfühlendes Verstehen), Wertschätzung und Kongruenz (vgl. Pörtner 2004:29). Empathie bedeutet, dass ich versuche das Erleben und die Gefühle meines Gegenübers genau und sensibel zu erfassen und mich in sein Erleben einzufühlen. Dabei jedoch nicht ausser Acht lasse, dass ich selbst nicht der Andere bin und Empathie demnach nicht mit Identifikation gleichzusetzen ist. Einfühlendes Verstehen dient nicht dazu, die Handlung des Gegenübers einzuordnen oder zu interpretieren, sondern sich möglichst genau in sein Erleben und in seine Welt hineinzuversetzen. Eine innere Haltung, dass man sein Gegenüber verstehen will, wirkt beim Gegenüber entwicklungsfördernd (vgl. ebd.). Wertschätzung kann auch als ein „nicht wertendes Verhalten“ bezeichnet werden und bedeutet, dass ich mein Gegenüber akzeptiere ohne zu werten. Ich akzeptiere den Menschen als ganze Person, so wie er im Augenblick ist, mit all seinen Schwierigkeiten und Möglichkeiten (vgl. ebd.). Kongruenz kann auch als „Echtheit“ bezeichnet werden und bedeutet, dass ich mein eigenes Erleben von, dem trennen kann, was ich bei meinem Gegenüber wahrnehme. Dies erfordert, dass ich meine Gefühle und Eindrücke zulasse und akzeptiere aber nicht, dass ich sie meinem Gegenüber ungefiltert an den Kopf werfe. Ich muss abschätzen können, wann es im Rahmen meiner Aufgabe liegt, meine Gefühle mitzuteilen, und wann nicht (vgl. ebd.). In der genannten Situation wird die personenzentrierte Haltung an folgenden Punkten ersichtlich: Die PSA akzeptiert in allen Sequenzen den Klienten ohne zu werten. Als der Klient in der dritten Sequenz der PSA den Löffel aus der Hand schlägt, wird sie nicht wütend. Sie akzeptiert sein Verhalten als die einzige Möglichkeit, welche er in diesem Augenblick hat, ein „Nein, ich will nicht essen“ zum Ausdruck zu bringen. Die PSA versucht vor allem in den ersten beiden Sequenzen empathisch zu handeln und die Gefühle des Klienten zu erfassen. Sie möchte verstehen, ob er essen will und dabei Hilfe benötigt oder ob er gar nicht essen will.

Autonomie stärken
Eines der zentralen Grundsätze des humanistischen Menschenbildes nach Maslow ist das Stärken der Autonomie. In der Arbeit mit geistig behinderten Menschen ist einer der wichtigsten Bereiche die Entwicklung des Selbstbildes, des Selbstwertgefühls und der Ich-Stärke. Dies wird massgeblich beeinflusst durch das Mass an Autonomie, welches der Mensch erfährt. Denn das Erleben von Autonomie setzt – oft auch stark verzögert – zur Freisetzung von Eigenaktivität und zum Erleben der eigenen Kompetenzen. Wichtig ist, dass dem behinderten Menschen Partizipation und Wahlmöglichkeiten geboten werden und seine Entscheidungen respektiert werden (vgl. http://www.gin.at/menschenbild.html).  Die PSA möchte die Autonomie des Klienten stärken, indem sie ihm die Wahlmöglichkeit geben möchte, ob er Essen will oder nicht. Dies kommt vor allem in der ersten Sequenz zum Ausdruck, in dem sich die PSA überlegt, wie sie den Klienten zum selbstständigen Essen motivieren kann und somit seine Autonomie stärken kann.

Yann Steger: Siehe dazu auch Wissensressource zum Autonomiebegriff und zu Selbstbestimmung im Kontext Behinderung: Intervision vom 10. Mai 2017

 

 

5.3      Erfahrungswissen – Woran erinnere ich mich, was kenne ich aus ähnlichen Situationen?

  • Andere Mitarbeiter der Wohngruppe reagieren auf das „Essen-Verweigern“ des Klienten , indem sie ihm den ersten Löffel eingeben und darauf hoffen, dass er in Folge zu essen beginnt. Da dies meist beim ersten oder zweiten Anlauf funktioniert, wird diese Taktik weiterverfolgt.
  • Wenn die PSA darauf verzichtet dem Klienten einen Löffel einzugeben, so wird dies von der anwesenden Betreuungsperson gemacht.
  • Die PSA hat in ähnlichen Situationen in anderen Institutionen die Erfahrung gemacht, dass Klienten, die das Essen verweigern, irgendwann Hunger haben und von alleine zu essen beginnen. Aus diesem Grund wendet sich die PSA in der vierten Sequenz für eine Weile vom Klienten ab. 
  • Die PSA hat die Erfahrung gemacht, dass manche Klienten Mühe haben im Plenum zu essen und dass sie in ungezwungener Atmosphäre (Bsp. Zweier-Situation) besser essen können.

 

 

5.4      Organisations- und Kontextwissen – Welche Rahmenbedingungen beeinflussen mein Handeln?

Regeln und Weisungen
In der Organisation existieren implizite Regeln und Weisungen, welche nicht durchs Leitbild der Institution untermauert werden. Denn im Leitbild der Institution steht, dass sie sich am humanistischen Menschenbild orientiert, welches „Autonomie stärken“ als zentralen Wert hat.

Individuelle Handhabungen
In der Institution existieren unterschiedliche Handhabungen im Umgang mit der Klientel. In den Handlungen der einzelnen Betreuungspersonen werden verschiedene Werthaltungen zum Ausdruck gebracht.

Geschichte des Klienten kennen
Die PSA konnte nicht mit Gewissheit sagen, ob beim Klienten schon einmal getestet wurde, ob er ein Hungergefühl hat bzw. irgendwann von alleine zu essen beginnt. In der Situation wäre dieses Wissen hilfreich gewesen, damit die PSA Handlungsalternativen hätte vertreten und durchsetzen können.

 

 

5.5      Fähigkeiten – Was muss ich als professionelle Fachperson können?

Während dem Handeln reflektieren
Die PSA ist in der Lage während der Situation auf die Metaebene zu gehen, die Situation zu reflektieren und eine bewusste Entscheidung über ihr weiteres Handeln zu treffen. Dies kommt in den Sequenzen beim Kognitiven der PSA zum Ausdruck. Denn sie überlegt sich stets, wie sie in der nächsten Sequenz handeln wird.

Geduldig sein und ruhig bleiben
Die PSA bleibt in der Situation ruhig und gefasst und wägt laufend ab, was sie als nächstes tun wird. Die PSA ist vom naturell her eine Person, die viel Geduld und Ruhe in sich trägt. Dies zeigt sich vor allem in der dritten und vierten Sequenz, in dem die PSA ruhig bleibt und nicht emotional auf den Klienten reagiert, als er den Löffel weg schlägt.

Respekt gegenüber älterer Generation
Die PSA hat grossen Respekt gegenüber älteren Fachpersonen, welche ihre Ausbildung abgeschlossen und viele Jahre Berufserfahrung haben. Aufgrund dessen orientiert sie sich stark am Verhalten anderer Mitarbeitenden. Zudem reflektiert sie lange bevor sie in der Lage ist, mit Überzeugung eine andere Haltung einzunehmen und Handlungen anderer Mitarbeiter in Frage zu stellen. Aus diesem Grund handelt sie nicht so, wie sie es für richtig hält, sondern sowie die anderen Mitarbeitenden es handhaben und es implizit von ihr erwartet wird. Dies wird vor allem in der zweiten Sequenz im Kognitiven der PSA deutlich.

Klient als eigenständige Person wahrnehmen
Die PSA besitzt die Fähigkeit, den Mensch als eigenständige Person mit eigenen Bedürfnissen wahrzunehmen und nicht als „Problem“. Die PSA nimmt den Klient als einen Menschen mit eigenem Willen und Bedürfnissen wahr. Aus diesem Grund versucht sie den Klienten zu motivieren ohne den Löffel einzuführen. Zudem möchte die PSA dem Klienten den Löffel nach dem ersten Nein lieber nicht aufzwingen.

Fähigkeit selbstbeherrscht und –kontrolliert zu bleiben  Die PSA verliert in der Situation nicht die Beherrschung, obwohl ihr der Löffel aus der Hand geschlagen wurde. Durch die Reflektion in den jeweiligen Sequenzen bleibt sie handlungsfähig.

Interventionswissen zur Verfügung haben
Die PSA hat Interventionswissen zur Verfügung und kann dieses zum Teil in ihr Handeln integrieren. Die PSA kennt die verschiedenen Handlungsalternativen in den Sequenzen zum Beispiel, dass man dem Klienten auch einen Nahrungsersatz- Drink geben könnte, anstatt ihm das Essen aufzuzwingen.

Fähigkeit, unvoreingenommen in die Situation zu gehen
Die PSA geht unvoreingenommen in die Situation und lässt sich von den Erlebnissen der letzten Woche dem Klienten gegenüber nicht beirren. Sie geht deshalb bereits am Anfang der Situation (in der ersten Sequenz) unvoreingenommen auf ihn ein und versucht nicht direkt ihm den Löffel einzugeben.

 

5.6      Organisationale, infrastrukturelle, zeitliche, materielle Voraussetzungen – Womit kann ich handeln?

Weisungen und Regeln
Auf der Wohngruppe existieren implizite Weisungen und Regeln, welche auf langjähriger Erfahrung mit dem Klienten basieren: Diejenige Betreuungsperson, welche bei der Tischsituation neben dem Klienten sitzt, ist dafür zuständig, ihn zum Essen zu animieren und wenn nötig den ersten Löffel einzugeben, damit er zu essen beginnt.

Personelle Struktur
Es wird im Zweier-Team gearbeitet. Dies bedeutet, dass die PSA nicht alleine mit den Klienten isst und somit von der anderen Betreuungsperson beobachtet werden kann. Diese Struktur fordert, dass die PSA nicht nach eigenem Gutdünken handelt, sondern so wie es wohlmöglich von der anwesenden Betreuungsperson als „richtig“ empfunden wird.

Menüplan ist vorgegeben
Das Essen wird jeweils auf die Wohngruppen geliefert und somit haben Betreuungspersonen sowie die Klienten keinen Einfluss darauf, was wann auf dem Teller steht.

Zeitliche Voraussetzungen
Für das Essen ist eine Stunde eingeplant. Jedoch besteht die Möglichkeit bei Bedarf das Essen zu verlängern.

 

5.7      Wertewissen – Woraufhin richte ich mein Handeln aus? Welches sind die zentralen Werte in dieser Situation, die ich als handelnde Fachperson berücksichtigen will?

Humanistisches Menschenbild
Die Mitarbeitenden der Institution verpflichten sich einem humanistischen Menschenbild. Demnach respektieren sie die Individualität der einzelnen KlientenInnen und sind überzeugt von deren Lern- und Entwicklungsfähigkeit. Zudem vertreten sie die Ansicht, dass nur der Klient/die selbst weiss, was gut für ihn ist. Ausserdem muss jeder Klient und jede Klientin ernst genommen werden in seiner eigenen Ausdrucksweise, auch wenn sie für die Professionellen der Sozialen Arbeit zunächst unverständlich erscheint. Denn für die betreffende Person macht das eigene Handeln stets einen Sinn, auch wenn dieser fürs Gegenüber verborgen bleibt (vgl. Pörtner 2004:27-28).  Die PSA betrachtet den Klienten als lern- und entwicklungsfähig. Deshalb versucht sie den Klienten immer wieder zum Essen zu motivieren und gibt ihm Zeit selbst mit dem Essen zu beginnen. Zudem ist sie sich bewusst, dass nur der Klient weiss, was für ihn gut ist und was nicht. Aus diesem Grund überlegt sie sich in der fünften Sequenz, wie sie den Klienten dazu bringen kann seine Ressourcen zur Problemlösung zu aktivieren ohne ihn den Löffel in den Mund zu führen.

Berufskodex der Sozialen Arbeit
Im Berufskodex der Sozialen Arbeit ist der Grundsatz der Selbstbestimmung verankert und wird wie folgt umschrieben: „Das Anrecht der Menschen, im Hinblick auf ihr Wohlbefinden, ihre eigene Wahl und Entscheidungen zu treffen, geniesst höchste Achtung, vorausgesetzt dies gefährdet weder sie selbst noch die Rechte und legitimen Interessen Anderer“ (Avenir Social 2010:8). Die PSA macht sich Gedanken zu diesem Wert, in dem sie sich überlegt ob es überhaupt Sinn macht den Klienten zum Essen zu zwingen. Sie würde ihm lieber die Entscheidung offen lassen ob er essen möchte oder zu einem späteren Zeitpunkt den Nahrungsersatz- Drink einnehmen will. Jedoch kann die PSA in dieser Situation nicht nach ihren Wertenvorstellungen handeln, da sie sich gezwungen fühlt die impliziten Weisungen zu befolgen.

Leitbild der Institution
Im Leitbild der Institution steht, dass in der Institution zielorientiert und partizipativ gearbeitet wird und dass sich der Umgang mit dem Klientel am humanistischen Menschenbild orientiert, sowie am gesetzlich verankerten Anspruch auf Gleichstellung. Zudem verpflichtet sich die Institution zur Einhaltung von Werten wie Wertschätzung, Respekt und Vertrauen. Die PSA arbeitet zielorientiert in dem sie versucht den Klienten selbstständig zum Essen zu motivieren.  Indem die PSA sich dagegen sträubt dem Klienten den Löffel in den Mund zu führen, zeigt sich, dass sie hinter dem Leitbild der Institution steht und dies in ihrem Handeln zeigen möchte.

Selbstwirksamkeit
Dem Klient wird ermöglicht Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dazu gehört auch dem Klienten Zeit und Raum zu geben positive Erfahrungen zu sammeln.

Motivation
Um den Klienten dazu zu motivieren selbständig zu essen, wird an den Stärken und Ressourcen des Klienten angeknüpft.

Autonomie
Der Klient wird als eigenständiges Wesen mit individuellen Bedürfnissen wahrgenommen und geachtet. Der Wille des Klienten wird ernstgenommen und dazu gehört auch, dass dessen Entscheidungen respektiert werden.

Selbstbestimmung
Dem Klient wird das Recht auf Selbstbestimmung zugestanden, solange dies keine selbst- oder fremdgefährdenden Auswirkungen hat. Dazu gehört auch, dass dem Klient mit einer Haltung begegnet wird, dass sein Verhalten und seine Entscheidungen für ihn stets einen Sinn ergeben – auch wenn dieser für das Gegenüber verborgen bleibt.

Intradisziplinäre Kooperation
Auf der Teamebene werden Erfahrungen und Wissen im Bezug auf die Esssituation des Klienten ausgetauscht. Eine gemeinsame Haltung wird entwickelt und daraus das weitere Vorgehen im Umgang mit dem Klient abgeleitet.

1. Selbstwirksamkeit
Der Klient machte die Erfahrung, dass auf seine Essensverweigerung nicht eingegangen wird und so lange probiert wird ihm das Essen zu geben, bis er isst. Der Klient fühlt sich nicht selbstwirksam (Selbstwirksamkeit nach Bandura). Der Qualitätsstandard der Selbstwirksamkeit ist hier also nicht gegeben. Hier ist eine Handlungsalternative nötig.

2. Motivation
In der Situation hat der Klient die Erfahrung gemacht, dass seine Entscheidungen nicht akzeptiert werden und er zum Essen gezwungen wird. Dies kann zu einer negativen Einstellung zum Essen führen. Damit der Klient wieder motiviert ist etwas zu essen oder eine positivere Einstellung dazu bekommt, braucht er einen positiven Verstärker (Konditionierungstheorie nach Skinner).

3. Autonomie und Selbstbestimmung
Der Klient konnte in der Situation nicht selber entscheiden, ob er essen möchte oder nicht. Er konnte also nicht selbstbestimmt und autonom handeln. Da wir davon ausgehen, dass das Verhalten des Klienten für ihn immer einen Sinn macht (Humanistische Ps chologie nach A. Maslow), ist es wichtig seine Entscheidungen zu wertschätzen, auch wenn sein Verhalten oder seine Handlungen nicht verstanden oder als widersprüchlich empfunden werden. Die PSA kann in der Situation den Klienten, der verbal nur sehr schwach kommunizieren kann, nicht verstehen. Sie muss also Möglichkeiten suchen, wie der Klient mit ihr kommunizieren kann oder wie sie durch Beobachtungen sein Verhalten besser einordnen und verstehen kann.

4. Intradisziplinäre Kooperation
In der Sequenz 3 wird deutlich, dass die PSA eigentlich dem Klienten den Löffel nicht eingeben möchte. Da sie jedoch die Erwartung der Mitarbeitenden spürt, gibt sie dem Klienten trotzdem das Essen ein. Im Team herrschen also verschiedene Haltungen zu dieser Essensituation. Um diese Differenzen aufzuheben, wären Gespräche und der Austausch im Team wichtig. Das Ziel ist, dass sich die PSA durch eine gemeinsame Haltung nicht mehr gezwungen fühlt (Appell-Ohr nach Schulz von Thun), etwas zu tun, was sie nicht vertreten kann.

1. Selbstwirksamkeit
Die Entscheidungen des Klienten werden akzeptiert und er wird nicht länger zum Essen gezwungen. Der Klient kann sich nur selbstwirksam erleben, wenn seine Entscheidungen angenommen werden und er genügend Zeit und Raum hat, seine Bedürfnisse auszudrücken.

2. Motivation
Das Essen ist für den Klienten eher negativ belastet. Durch eine wiederholte Koppelung mit einem positiven Verstärker, kann eine Motivation zum Essen ausgelöst werden (Konditionierungstheorie nach Skinner). Hier zwei Beispiele:

Der Klient kann in vielen Situationen durch einen spielerischen Umgang abgeholt und zu einer Aktivität animiert werden. Diese Ressource kann genutzt werden, um den Klient zu motivieren mit dem Essen zu beginnen. Dazu kann zum Beispiel das Essen zu einem Gesicht geformt angerichtet werden oder indem die PSA selbst mit viel Enthusiasmus isst und das Essen lobt. Die Koppelung vom Essen mit Spass kann den Klienten zum Essen motivieren.

Die PSA hat die Erfahrung gemacht, dass der Klient mit Vorliebe Käse isst und diesen auch immer ohne Hilfestellung sofort selbständig zu essen beginnt. Der Klient ist also dem Käse gegenüber sehr positiv gestimmt. Wenn nun über die anderen Speisen Käse gestreut wird (Koppelung), kann der Klient möglicherweise zum Essen motiviert werden, ohne, dass man ihm das Probieren aufzwingen muss.

3. Autonomie und Selbstbestimmung
Die PSA beobachtet das Verhalten des Klienten beim Essen, indem sie mit einem Beobachtungsraster die Essensbedürfnisse und –vorlieben des Klienten ganz gezielt beobachtet und festhält. Dabei sollen Antworten darauf gefunden werden, ob der Klient gewisse Speisen bevorzugt, ob er lieber alleine isst, anstatt in der Gruppe oder ob der Zeitpunkt des Essens möglicherweise nicht seinen Bedürfnissen entspricht.

Der Klient lernt mit Hilfe der Unterstützten Kommunikation eine für ihn nützliche Form der Kommunikation, damit er seine Bedürfnisse besser ausdrücken und autonomer über die Esssituation, sowie sein Leben bestimmen kann.

4. Intradisziplinäre Kooperation
Die PSA initiiert im Team eine Grundsatz-Diskussion über die Esssituation, bei welcher die verschiedenen Haltungen offengelegt und diskutiert werden. Dabei soll sich herauskristallisieren, welche Werte und Qualitätsstandards dem Team und der Institution wirklich wichtig sind und wie diese in der Esssituation umgesetzt werden können.

  • Avenir Social Berufskodex der Sozialen Arbeit(2010). Ein Argumentarium für die Praxis der Sozialen Arbeit. Bern
  • Chapman, Alexander l./Leung, Debbie W./ Walters, Krist N./Niedtfeld Inga. Ps chologische Theorien selbstverletzenden Verhaltens In: Schmahl, Christian/ Stiglma r, Christian (Hrsg.) (2009). Selbstverletzendes Verhalten bei stressasoziierten Erkrankungen. Stuttgart: Verlag W.Kohlhammer.Seite:73-95
  • Hochuli Ursula, Stotz Walter (2009/2010) der Lösungsorientierte Ansatz als Handlungsansatz bei der Sozialen Arbeit. Hochschule für Soziale Arbeit FHNW 
  • Pörtner, Marlies (2004) Ernstnehmen Zutrauen Verstehen, 4.Auflage.Stuttgart: Klett-Cotta 
  • Siebert, Katharina (2007). Selbstverletzung als Krankheit. S mptome, Hintergründe, Therapie. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller
  • Zimbardo, Philip/ Gerrig Richard (2008). Ps chologie. 18. Aufl. München: Pearson Studium.

Internet

  • URL: http://www.4augen-modell.com/4augen-modell/kommunikationsquadrat [Zugriffsdatum: 26.11.12]
  • URL: http://www.gin.at/menschenbild.html [Zugriffsdatum: 26.11.12]

Schreiben Sie einen Kommentar

Close Menu