Datenschutz und Nutzungsbestimmungen

Datenschutz

Version vom 15.02.2016

1 Geltung

1.1 Die „Plattform Schlüsselsituationen“ (die „Plattform“) bietet ihren Benutzenden Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit. Benutzende können sich individuell oder über ihre Hochschule oder Praxisorganisation bei der Plattform anmelden. Die Anmeldung ist nur Fachpersonen und Lernenden im Bereich der Sozialen Arbeit möglich.

1.2 Diese Datenschutzerklärung regelt den Umgang des Trägervereins Netzwerk Schlüsselsituationen Soziale Arbeit (der „Verein“) mit Sitz in Basel mit den auf der Plattform anfallenden Personendaten, gleich ob diese von der betroffenen Person selber oder von Dritten stammen, und gleich ob die Daten über die Plattform oder über einen anderen Weg an den Verein übermittelt werden.

2 Allgemeines

2.1 Der Verein beachtet die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes.

2.2 Die Mitarbeitenden des Vereins und der angeschlossenen Hochschulen oder Praxisorganisationen sind verpflichtet, Personendaten vertraulich zu behandeln.

2.3 Klientendaten sind vor der Eingabe auf der Plattform strikte zu anonymisieren. Der Verein und die angeschlossenen Hochschulen oder
Praxisorganisationen bemühen sich, die Anonymisierung der bei der Erfassung der Benutzerbeiträge anfallenden Klientendaten durch geeignete
Instruktion der Beitragenden und Kontrollen sicherzustellen. Hinsichtlich der Geheimhaltung der auf der Plattform allenfalls verbleibenden
Personendaten durch die Benutzenden (insbesondere Anonymisierung von Klientendaten; Verbot der Bearbeitung von Klientendaten) wird auf
die gesonderte Regelung „Nutzungsbestimmungen“ sowie die gesetzlichen Geheimhaltungspflichten verwiesen.

3 Zweck der Datensammlung

3.1 Alle im Rahmen der Anmeldung der Benutzenden bei der Plattform erfassten bzw. während der Nutzung anfallenden Personendaten werden ausschliesslich für den Betrieb der Plattform erhoben, gespeichert und genutzt, es sei denn, dies wäre in dieser Datenschutzerklärung anders beschrieben. Zum Betrieb der Plattform gehören beispielsweise das Anzeigen von durch die Benutzendenverfassten Beiträgen an andere Benutzende bei deren Besuch der Plattform, die Benachrichtigung der Benutzenden über Vorgänge auf der Plattform, Benutzendensupport, und die für den technischen Betrieb der Plattform vorausgesetzten Speicherungen (Hosting für den Betrieb, als Backup o.dgl.).

3.2 Benutzende, die an einer der Plattform angeschlossenen Hochschule als Studierende eingeschrieben sind und die die Plattform im Rahmen von Kursen dieser Hochschule nutzen, willigen zudem ein, dass ihre Daten von den für sie verantwortlichen Dozierenden und Angestellten der Hochschule zum Zwecke der Durchführung der jeweiligen Kurse genutzt werden, wie beispielsweise für die Benotung von Leistungen oder die Kontrolle einer im Kurs verlangten Nutzung der Plattform.

3.3 Personendaten werden so lange aufbewahrt, wie sie für den Betrieb der Plattform benötigt werden. Nach der Schliessung eines Kontos
durch den Verein aus Gründen der Missbrauchsbekämpfung können Personendaten weiter aufbewahrt werden, soweit sie der Bekämpfung
weiterer Missbräuche dienen.

4 Art der Daten

4.1 Der Verein erhebt von den Benutzenden Stammdaten (Name, E-Mail-Adresse, usw.) sowie die auf der Plattform durch die Benutzenden verfassten Beiträge (Verfassen oder Bearbeiten von Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit, Kommentare, Diskussionsbeiträge, Nachrichten usw.)

4.2 Zum Zweck der Verbesserung der Plattform können von den Besuchenden Surf- und Nutzungsdaten erhoben werden (beispielsweise, welche IP-Adresse Benutzende haben, mit welchem Browser Besuchende die Plattform besuchen und welche Elemente der Plattform sie wie verwenden; vgl. auch Ziff. 6).

5 Bearbeitung durch Dritte und im Ausland

Der Verein darf Personendaten zum Zweck des Betriebs der Plattform durch Dritte und/oder im Ausland bearbeiten lassen, beispielsweise Dritte mit dem Hosting der Plattform beauftragen. Diese sind zur Einhaltung der anwendbaren Datenschutzgrundsätze verpflichtet. Vorbehalten bleibt zudem die Weitergabe von Daten an Behörden aufgrund rechtmässiger behördlicher Anfragen.

6 Analysetools insbesondere

Der Verein nutzt Dienste zur Analyse des Surfverhaltens der Benutzenden, um die Plattform zu optimieren. Diese können bei einem Besuch
unserer Plattform einen Teil der Surfdaten der Besuchenden erfassen. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

7 Cookies

7.1 Der Verein nutzt auf der Plattform Cookies. Cookies sind Datenpakete, die vom Webserver des Vereins an den Internetbrowser der Besuchenden (z.B. Internet Explorer oder Chrome) gesendet, auf dem Computer der Besuchenden der Plattform gespeichert und bei einem späteren Besuch vom Webserver wieder abgerufen werden können. Cookies speichern Informationen über die Online-Präferenzen von Besuchenden der Plattform und ermöglichen es dem Verein, die Plattform zu verbessern.

7.2 Die Benutzenden können bestehende Cookies jederzeit in ihrem Browser löschen und das Setzen weiterer Cookies deaktivieren. Die
Deaktivierung kann eine Beeinträchtigung von Funktionen der Plattform mit sich bringen.

8 Änderung dieser Bestimmungen

Der Verein behält sich vor, diese Datenschutzerklärung jederzeit zu ändern. In diesem Fall werden die Benutzer 30 Tage im Voraus per E-Mail informiert. Lehnt ein Benutzer die Neuerungen ab, hat er die Möglichkeit, sein Konto zu löschen.

9 Gerichtsstand

Streitigkeiten, die aus oder im Zusammenhang mit dieser Datenschutzerklärung entstehen, unterliegen der ausschliesslichen Gerichtsbarkeit des zuständigen Gerichts am Sitz des Vereins. Zwingende Gerichtsstände sind vorbehalten.

Nutzungsbestimmungen

Diese Nutzungsbedingungen regeln die Nutzung der Plattform Schlüsselsituationen und gelten zwischen der Nutzerin bzw. dem Nutzer und dem Verein Schlüsselsituationen. Das erklärte Ziel der Plattform ist der Fachdiskurs und die Weiterentwicklung der Professionalität. Ausbildung gilt als öffentliches Interesse, welches einen bestimmten Austausch von Daten rechtfertigt. Eine Kasuistik ist eine für Professionen wichtige und anerkannte Form des Lernens.

Da bei den Schlüsselsituationen nicht der Klient, die Klientin mit seiner ganzen Geschichte im Fokus steht, sondern das Handeln der Professionellen der Sozialen Arbeit, reichen wenige und zudem stark anonymisierte Angaben zum Kontext und den vorkommenden Personen als Datenbasis aus. Dazu muss i.d.R. weder bei der Praxisorganisation noch bei den Klientinnen und Klienten die Einwilligung eingeholt werden. Die Plattform ist Passwort geschützt. Bei der Registrierung wird die Identität der Personen überprüft. Zur Plattform werden nur Fachpersonen der Sozialen Arbeit zugelassen. Die Zustimmung zum Einhalten der Nutzungsbestimmungen ist für die Registrierung verpflichtend. Auf einer solchen für die Fachwelt öffentlichen Plattform ist ganz besondere Sorgfalt beim Datenschutz zu pflegen. Es besteht die Pflicht, gegenüber Dritten Stillschweigen zu wahren.

Anonymisierung

Zu den vorkommenden Klienten und Klientinnen soll nur das Allernötigste an Daten, welche für die Handlung der Professionellen relevant sind, genannt werden. Dazu gehört allenfalls:

• Grobe Altersangabe (geht oft schon aus dem Kontext der Institution hervor)

• knappe Benennung der Problematik ohne ins Detail zu gehen (z.B. straffälliger Jugendlicher, langzeiterwerbsloser, kranker Klient Mitte Vierzig, familiäre Konflikte, Verwahrlosung)

Die Situationsbeschreibung ist immer zu anonymisieren:

• keine Namen nennen, sondern Funktionen

• keine Orte nennen, sondern, falls für das Verständnis wesentlich abstrahierende Bezeichnungen wie: Stadt, Dorf, ländliche Umgebung, de-/zentral gelegen etc.

• keine medizinischen Diagnosen mit Symptomatik, Verlaufsstadium etc. aufführen, sondern wenn nötig höchstens allgemeines Krankheitsbild (z.B. psychische Erkrankung, Depression, unheilbare Erkrankung im Endstadium, schwere Verletzung, etc.)

• Keine genauen Zeitangaben (Stunden, Daten, Termine), sondern verallgemeinernde Umschreibungen: morgens, abends, im Winter, später, seit einigen Wochen, etc.

• Geschlechter können verändert werden, ausser es ist gerade die Thematik der Situation selbst.

Geheimhaltungspflicht

Die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform unterstehen der beruflichen Schweigepflicht gemäss Datenschutzrecht und Strafgesetzbuch. Sie verpflichten sich auch gegenüber dem Betreiber der Plattform, diese Schweigepflicht einzuhalten. Dies bedeutet insbesondere, dass sie die Vorgaben zur Anonymisierung beachten und, sofern sie eine betroffene Person in einer Situationsbeschreibung erkennen, die Identität dieser Person nicht offenbaren dürfen.

Missachtung

Von Seiten der Betreiber der Plattform wird jede Missachtung dieser Datenschutzbestimmungen geahndet. Beim Vorliegen eines Missachtungsfalles der Datenschutzbestimmungen werden alle betroffenen Beiträge gelöscht. Weitere Massnahmen wie der Ausschluss aus der Plattform, zivil- oder strafrechtliche Verfolgung bleiben je nach Fall vorbehalten.

Rechtliche Grundlagen

Die Trägerschaft des Vereins Netzwerk Schlüsselsituationen hat Sitz in Basel. Aus diesem Grund wird vom Schweizerischen Recht ausgegangen.

Gemäss Datenschutzgesetz gibt es keine freien Personendaten, welche voraussetzungslos bearbeitet werden dürfen. Als besonders schützenswerte Personendaten gelten folgende: weltanschauliche, religiöse, politische Ansichten, Angaben über den Gesundheitszustand, Massnahmen zur sozialen, vormundschaftlichen, fürsorgerischen Hilfe, Strafverfolgung- und Verurteilung. Besonders schützenswerte Personendaten dürfen ohne Einwilligung der betroffenen Person nur anonymisiert bearbeitet, gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden.

Alle rechtlichen Bestimmungen sind zu finden unter: http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/national.html

Art. 35, Abs. 1 des Eidgenössischen Datenschutzgesetztes

Art. 35 Verletzung der beruflichen Schweigepflicht

1 Wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Ausübung seines Berufes, der die Kenntnis solcher Daten erfordert, erfahren hat, wird auf Antrag mit Busse bestraft.

2 Gleich wird bestraft, wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Tätigkeit für den Geheimhaltungspflichtigen oder während der Ausbildung bei diesem erfahren hat.

3 Das unbefugte Bekanntgeben geheimer, besonders schützenswerter Personendaten oder Persönlichkeitsprofile ist auch nach Beendigung der Berufsausübung oder der Ausbildung strafbar.

Art. 321 des Schweizerischen Strafgesetzbuches

1. Geistliche, Rechtsanwälte, Verteidiger, Notare, Patentanwälte, nach Obligationenrecht zur Verschwiegenheit verpflichtete Revisoren, Ärzte, Zahnärzte, Chiropraktoren, Apotheker, Hebammen, Psychologen sowie ihre Hilfspersonen, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen infolge ihres Berufes anvertraut worden ist oder das sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben, werden, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Ebenso werden Studierende bestraft, die ein Geheimnis offenbaren, das sie bei ihrem Studium wahrnehmen.

Die Verletzung des Berufsgeheimnisses ist auch nach Beendigung der Berufsausübung oder der Studien strafbar.

2. Der Täter ist nicht strafbar, wenn er das Geheimnis auf Grund einer Einwilligung des Berechtigten oder einer auf Gesuch des Täters erteilten schriftlichen Bewilligung der vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde offenbart hat.

3. Vorbehalten bleiben die eidgenössischen und kantonalen Bestimmungen über die Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde.

Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz

Avenir Social – der Schweizerische Berufsverband für Soziale Arbeit

12. Handlungsmaximen bezüglich der Arbeit mit Klientinnen und Klienten

4

Die Professionellen der Sozialen Arbeit gehen sorgfältig mit Personendaten um. Datenschutz und Schweigepflicht sind für sie von hoher Priorität. Mit der Anzeige und der Zeugnispflicht gehen sie zurückhaltend um.

5

Die Professionellen der Sozialen Arbeit dokumentieren ihre Tätigkeit nach anerkann-ten Standards (Aktenführung); sie vermeiden jegliche diskriminierenden und abwertenden Formulierungen und unterscheiden zwischen überprüfbaren Fakten, eigenen und Fremdbeobachtungen sowie Hypothesen und Erklärungen bzw. Deutungen.

http://www.avenirsocial.ch/cm_data/Do_Berufskodex_Web_D_gesch.pdf

Sie können die Plattform Schlüsselsituationen auf Confluence auf vielfältige Weise nutzen. Durch Ihre Beiträge – in welcher Form auch immer – wird sie lebendig.

Mit einer Situationsbeschreibung, einem Kommentar oder einem Diskussionsbeitrag stellt man sein Verständnis von professioneller Praxis dar und bringt sich in den Diskurs in der Community ein. Das braucht Freude an Innovation und ein Interesse für die Entwicklung der eigenen Professionalität und des Netzwerkes. Ihre Ideen finden so eine Öffentlichkeit und ermöglichen eine Auseinandersetzung. Dies fördert gemeinsames Lernen und eine gemeinsame Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit.

Welche Grundregeln soll ich beachten, wenn ich mich beteilige? (Netiquette)

Nur durch einen gegenseitigen respektvollen Umgang mit den Beiträgen von allen Beteiligten können wir erreichen, dass wir sachlich einen Beitrag zur Verständigung über professionelle Praxis leisten können und sich immer mehr Fachpersonen der Community anschliessen.

Wir erachten deshalb folgende Umgangsregeln für die Community Schlüsselsituationen als grundlegend für den Diskurs und die Beschreibung der Situationen:

• Wertschätzender Umgangston bei Kommentaren und Diskussionsbeiträgen

• Keine diskriminierenden Formulierungen, geschlechtergerechte Sprache verwenden

• Angemessene Beiträge verfassen: klare Aussagen, Bezüge zu bestehenden Beiträgen sicherstellen, stichwortartigen Schreibstil vermeiden

• Unterscheidung zwischen Fakten, Beobachtungen, Hypothesen bzw. Deutungen

• Einhaltung von Datenschutz (siehe separate Bestimmung)

• Bemühung um korrekte Rechtschreibung, Vermeidung von Abkürzungen

• Die Hinweise, welche auf der Willkommensseite der Plattform publiziert sind, legen die Nutzung der verschiedenen Bereiche dar. Diese werden in jeder Hinsicht berücksichtig (insb. Reviewprozess und Themenfelder)

• Gemeinsames editieren einer Situation ist erwünscht. Über die Chronik der Versionen ist die Autorenschaft nachvollziehbar.

• Beteiligen Sie sich nicht an Flame- oder Editwars. Persönliche Diskussionen sind im direkten Kontakt mit Beteiligten oder über private Nachrichten, nicht aber öffentlich auszutragen.

• Sämtliche Inhalte auf der Plattform sind urheberrechtlich geschützt und können datenschutz- und persönlichkeitsrechtlich relevante Informationen enthalten. Es ist daher insbesondere unzulässig, die Texte auf dem Internet zu veröffentlichen. Eine Verwendung zum persönlichen Gebrauch (Kopie für Studienunterlagen o.dgl.) bleibt erlaubt.

• Mit der Eingabe von Texten oder anderen Dokumenten, Bildern o.dgl. auf der Plattform bestätigen Sie, dass Sie über die hierfür notwendigen Rechte verfügen und erlauben die Nutzung durch den Plattformbetreiber im Rahmen der Plattform. Es ist verboten, Dokumente in die Plattform einzuspeisen, an denen Rechte Dritter bestehen, und für die keine Lizenz eingeholt wurde.

Beiträge, die diese Regeln verletzen, können entfernt werden. Verletzungen können zum Ausschluss von der Plattform oder zu straf-, disziplinarischer oder zivilrechtlicher Sanktionierung des verantwortlichen Nutzers führen. Diese Regeln können durch den Plattformbetreiber jederzeit an neue Anforderungen angepasst werden.

Haftungsbeschränkung

Die Haftung des Vereins Schlüsselsituationen ist, unter Vorbehalt zwingender gesetzlicher Bestimmungen, begrenzt auf fahrlässig oder vorsätzlich verursachte Schäden. Die Haftung des Vereins für Hilfspersonen ist ausgeschlossen.

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