Begriffe

BREF

Unter dem Titel «Brückenschläge mit Erfolg» förderte die Gebert Rüf Stiftung von 2009 bis 2017 modellhafte Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der sozialen Innovation. Sie trugen dazu bei, das Potenzial der Fachhochschuldisziplinen als F&E-Partner zu stärken. Die Plattform Schlüsselsituationen wurde mit diesen Drittmitteln entwickelt.

CoP

Communities of Practice (CoPs) bilden das Kernstück der sozialen Theorie des Lernens nach Lave und Wenger (Lave&Wenger, 1991). Eine CoP setzt sich aus einer Guppe von Menschen zusammen, die durch eine gemeinsame Praxis miteinander verbunden sind. Wenger (1998) bezeichnet eine gemeinsame Aufgabe, gemeinsames Handeln und ein gemeinsames Repertoire als die drei Bestimmungsmermale von CoPs.

Diskursmodell

Der Ansatz Schlüsselsituationen zielt darauf ab, eine Lernkultur, deren Basis sich am Konzept der Communities of Practice (Lave & Wenger 1991) orientiert und auf dem Verständnis eines praxisorientierten kollaborativen Lernens beruht, zu schaffen und aufrechtzuerhalten. In den Communities of Practice (CoPs) findet der Diskurs zu professioneller Praxis über die Grenzen von scientific und professional community hinaus statt. Communities of Practice innerhalb und zwischen Organisationen bringen Wissen in Bezug auf Schlüsselsituationen zusammen, um das individuelle, organisatorische und berufliche Lernen zu unterstützen. Mit dem Diskursmodell wird ein strukturierter, gruppenbasierter, reflektierender Lernprozess in analogen Formaten mit Online-Lernen und digitalem Wissensaustausch kombiniert. Der Wissensbereich der Schlüsselsituationen auf dieser Website erlaubt den Zugang zu bereits erarbeiteten Schlüsselsituationen.

IMS

Das Intervisionsmodell nach dem Ansatz Schlüsselsituationen (IMS) ist eine Anleitung für Intervisionsgruppen mit dem Fokus auf Güte- und Qualitätskriterien professioneller Haltung und professionellen Handelns in herausfordernden Situationen Sozialer Arbeit.

Kasuistik

Kasuistik bezeichnet die Betrachtung von Fällen in einem bestimmten Fachgebiet.

Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus allen Vereinsmitgliedern sowie in den CoPs engagierten Personen.

Relationierung

Wenn etwas mit etwas Anderem in Beziehung gesetzt wird, wird es «relationiert» (wie z.B. verschiedene Wissensformen, Erfahrungswissen und wissenschaftliches Wissen, Theorie und Praxis). Das Ziel der Relationierung ist, Handlungsfähigkeit herzustellen oder zu erweitern und Handlungsentscheidungen wissensbasiert begründen zu können.

Schlüsselsituationen

Schlüsselsituationen beschreiben in Variationen wiederkehrende Situationen der Sozialen Arbeit. Die Professionellen stehen als Akteure im Blickfeld. Ihr Handeln und Wissen wird durch die Beschreibungen in acht Elementen sichtbar gemacht.

Situatives Lernen

Die Bedeutung des Ansatzes von «situated learning in communities of practice» für die Arbeit mit Schlüsselsituationen liegt darin, dass Wissen immer situativ verankert ist und die Bedeutung von Wissen sozial wie individuell ausgehandelt werden muss. Diese Aushandlung findet in Communities of Practice (CoPs) statt. Dabei werden für die erlebten professionellen Herausforderungen mögliche Erklärungen gesucht und gedeutet sowie Lösungen erarbeitet. Reflexion und Diskurs sind zentrale Elemente, wenn es darum geht, Wissen und Werte der Profession mit dem konkreten Handeln zu verbinden bzw. zu relationieren. Die eigene Professionalität weiterzuentwickeln geschieht somit über das Zusammenspiel von Wissen, Reflexion (des Handelns) und Diskurs in Communities of Practice. 

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